Amazon versuchte, mit Steam zu konkurrieren – und verlor schließlich sogar das Interesse an seinen eigenen Spielen.

Amazon versuchte, mit Steam zu konkurrieren – und verlor schließlich sogar das Interesse an seinen eigenen Spielen.

Artis Kenderik
5 November 2025, 01:29

Die Ambitionen von Amazon, Google und Microsoft, den PC-Gaming-Markt zu erobern, sind weitgehend ins Leere gelaufen. Wie PC Gamers Tyler Wilde schreibt, haben die Tech-Giganten nach einem Jahrzehnt des Versuchs immer noch nicht verstanden, dass die Entwicklung von Spielen Leidenschaft erfordert, nicht nur Plattformen — und jetzt sehen sie sich den Konsequenzen ihres kalten, unternehmerischen Ansatzes gegenüber.

Amazon hatte beispielsweise nie wirklich die Absicht, ein Spielestudio zu werden. Als es New World und den Luna-Cloud-Service lancierte, war das Ziel, mit Steam zu konkurrieren — stattdessen verlor es das Interesse sogar an seinen eigenen Erfolgen. Das MMO New World, das 2021 mit einem Rekord von 913.000 gleichzeitigen Spielern debütierte, wird nun die aktive Unterstützung einstellen. Nicht weil es gescheitert ist, sondern weil, wie Wilde es ausdrückt, „Amazon nie wirklich ein MMO-Entwickler sein wollte.“ Wie bereits berichtet, werden die Server bis Mitte 2026 online bleiben, aber es sind keine weiteren Updates geplant.

Google gab sogar noch früher auf und schloss seine Stadia-Studios, ohne ein einziges Spiel zu veröffentlichen. Microsoft hingegen verfolgt weiterhin den Marktanteil von Steam mit Game Pass, „Xbox für PC“ und einer Reihe von Studioübernahmen. Doch selbst seine Strategie wird in Frage gestellt, da Entlassungen und langjährige Ambitionen zur „Marktdominanz“ das Vertrauen in das Unternehmen zu untergraben beginnen.

Diese Unternehmen wollen keine Spiele machen — sie wollen ein Abonnement für Einnahmen.
— Tyler Wilde

Während die Tech-Giganten um die Kontrolle der Plattformen kämpfen, gedeiht die PC-Gaming-Szene weiterhin eigenständig — ironischerweise beweisend, dass New World und ähnliche Projekte hätten florieren können, wenn ihre Eigentümer wirklich an dem interessiert gewesen wären, was sie erschufen.

Für eine optimistischere MMO-Geschichte, schauen Sie sich unser Stück über den Fan an, der Frodos Reise zum Schicksalsberg in Der Herr der Ringe Online nachgebildet hat.

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