Steam Machine und Steam Frame verzögert: Valve hat einen Speicherengpass
Arkadiy Andrienko
Valve hat seine Pläne für die Einführung seiner neuen Reihe von Steam-Geräten angepasst und die Veröffentlichung der Steam Machine und des Steam Frame VR-Headsets verzögert. Der Grund dafür ist der anhaltende Mangel an Speicher und die instabilen DRAM-Preise, die in den letzten Monaten einen spürbaren Einfluss auf den Markt für Computerhardware hatten.
Das Unternehmen hatte ursprünglich geplant, drei Geräte gleichzeitig vorzustellen: den Steam Controller, die Steam Machine und den Steam Frame, aber wie sich herausstellt, wird nur der Controller tatsächlich zuerst in die Geschäfte kommen. Valve erklärte, dass die anderen Geräte vorerst zurückgehalten werden, da es Schwierigkeiten gibt, eine stabile Versorgung mit Speicherkomponenten zu sichern, und Risiken im Zusammenhang mit einem möglichen Anstieg der Nachfrage direkt zum Start bestehen.
Der Hardware-Ingenieur von Valve, Steve Cardinali, bemerkte in einem Interview mit Polygon, dass die Entscheidung, den Start zu staffeln, nicht mit technischen Problemen der Geräte selbst verbunden ist. Ihm zufolge ist der Steam Controller einfacher auf den Markt zu bringen, da er keinen RAM verwendet und weniger komplexe Logistik erfordert. Gleichzeitig wollte das Unternehmen genügend Lagerbestände vor dem Start aufbauen, um Engpässe am ersten Tag zu vermeiden. Cardinali stellte auch klar, dass es nie eine feste Regel gab, alle Geräte gleichzeitig zu veröffentlichen. Valve sah jedoch den Steam Controller und die Steam Machine als eng verbundene Produkte, sodass ihre Markteinführungen zeitlich aufeinander abgestimmt waren. Jetzt hat sich der Zeitplan aufgrund des Zustands des Speichermarktes geändert.
Die Steam Machine ist am stärksten von dem Mangel betroffen, da sie eine komplexere Speicheranordnung verwendet, einschließlich verlöteter Module und zusätzlicher DIMMs. Dies macht die Produktion komplizierter und abhängiger von DRAM-Vorräten. Die Situation des Steam Frame scheint weniger kritisch zu sein, sodass es möglich ist, dass das VR-Headset vor der Konsole auf den Markt kommt, wenn sich der Speichermarkt nicht stabilisiert.
Valve bewegt sich im Wesentlichen zu einem gestaffelten Launch für seine neue Reihe von Geräten und passt sich den aktuellen Marktbedingungen an. Gleichzeitig betont das Unternehmen, dass die Verzögerung nicht mit einer Änderung der Strategie zu tun hat, sondern mit der Sicherstellung einer vorhersehbaren Versorgung und der Vermeidung von Engpässen beim Start. Die Situation mit der Steam Machine und Steam Frame zeigt, wie sehr der Speicherengpass nicht nur die Hersteller von PC-Komponenten, sondern auch die nächsten Gaming-Plattformen beeinflusst. Die Frage ist nun, wie schnell sich der DRAM-Markt stabilisieren kann — und ob dies die endgültigen Veröffentlichungstermine von Valves Geräten beeinflussen wird.
Was denken Sie — ist Valves gestaffelte Launch-Strategie gerechtfertigt, oder wäre es besser gewesen, zu warten, bis die gesamte Produktpalette bereit ist? Teilen Sie Ihre Gedanken in den Kommentaren.

