Zum Start bietet Call of Duty: Modern Warfare 4 33 Waffen, von denen die meisten Dutzende Aufsätze haben, die einen Wert auf Kosten eines anderen verbessern. Bei so vielen Optionen ist es nicht einfach, einen wirklich funktionierenden Build zu finden. In diesem Guide haben wir fünf Meta-Builds zusammengestellt, die die wichtigsten Werte bestmöglich ausbalancieren.
So funktionieren Waffen-Builds in MW4
Fast jeder Aufsatz in MW4 verbessert einen Wert und verschlechtert dafür einen anderen – oft nur um 2–5 %. Deshalb sollte man einen Build Stück für Stück feinabstimmen: hier etwas Rückstoßkontrolle hinzufügen, dort einen Teil der verlorenen Zielgeschwindigkeit zurückgewinnen. Packt man zu viele Stabilitätsaufsätze an eine Waffe, wird sie zwar präzise, aber langsam.
Ein normaler Build kann bis zu fünf Aufsätze verwenden. Sobald ihr eine Waffe vollständig aufgelevelt habt, schaltet ihr einen speziellen Apex-Aufsatz mit eigenem Platz frei. Einige Apex-Aufsätze verhindern jedoch, dass ihr normale Aufsätze ausrüstet. So blockiert der VEL 46 Snap beispielsweise Schäfte, während der Han X20 Skybreaker die Verwendung von Visieren, Schäften und Läufen verhindert. Deshalb kommen die folgenden Builds ohne Apex-Aufsätze aus und nutzen die üblichen fünf Aufsätze.
Die Bewegungsgeschwindigkeit verdient besondere Beachtung. In früheren Spielen beeinflusste sie hauptsächlich das Gehen, in MW4 gilt sie dagegen für alle Bewegungen – auch für das Seitwärtslaufen beim Zielen über Visier. Dadurch sind Mobilitätsaufsätze wertvoller als sonst. Außerdem könnt ihr euch in einem Feuergefecht durchgehend seitwärts bewegen, um die Zielhilfe besser auszunutzen. Wenn ihr euch entgegen der Rückstoßrichtung eurer Waffe bewegt, könnt ihr deren horizontalen Rückstoß teilweise ausgleichen.
Ein weiterer wichtiger Wert ist die Verzögerung zwischen Sprint und Schuss. Ihr könnt erst feuern, wenn sowohl die Zeit zum Zielen über Visier als auch die Sprint-zu-Schuss-Verzögerung abgelaufen sind. Dauert das Zielen beispielsweise 200 ms, der Sprint-zu-Schuss-Vorgang aber 300 ms, könnt ihr erst 300 ms nach dem Sprint feuern.
VEL 46 für den Nahkampf
Die VEL 46 wird auf Stufe 13 freigeschaltet und gilt derzeit als beste MP im Spiel. Die meisten Profispieler entscheiden sich für sie. Ihre Feuerrate beträgt 952 Schuss pro Minute, und das Standardmagazin fasst 40 Schuss – dadurch fallen Fehlschüsse weniger stark ins Gewicht. Ihre größte Schwäche ist der starke horizontale Rückstoß. Die Waffe schlägt von einer Seite zur anderen aus, und mit einem Schalldämpfer lässt sich das nur schwer kontrollieren.
Build:
- Mündung: 212 LC40 Comp;
- Lauf: RV-B v2 Barrel;
- Schaft: VEL 46 Extended;
- Griff: LM Combat Grip;
- Unterlauf: FSS Fireline Grip.
Der 212 LC40 Comp reduziert den horizontalen Rückstoß beim Zielen um 25 % und den horizontalen Waffenausschlag um 30 %. Das Visier wackelt dadurch deutlich weniger, und ihr erkennt viel leichter, wohin ihr tatsächlich schießt. Dafür kostet euch der Mündungsaufsatz etwa 5 % Zielgeschwindigkeit – ein spürbarer Nachteil in MW4. Der VEL 46 Extended-Schaft macht das mit rund 7 % schnellerem Zielen mehr als wett, während der LM Combat Grip weitere 5 % beisteuert. Beide verschlechtern die Rückstoßkontrolle leicht, doch der LC40 Comp gleicht das mehr als aus.
Der leichte RV-B v2 Barrel ist für die Bewegungsgeschwindigkeit dabei. Wenn euch die Reichweite wichtiger ist, probiert stattdessen den längeren VB-46 Series 11. Auch das ist eine gute Wahl. Der FSS Fireline Grip sorgt einfach für mehr Stabilität. Eine weitere gute Option ist der FSS Tac90 Grip, der das Schwanken beim Zielen verringert – das ist allerdings auf größere Entfernungen eher ein Problem. Kurz gesagt: Dieser Build hat kaum Rückstoß und ist ganz auf Mobilität ausgelegt.
M4 als Allrounder
Die M4 wird auf Stufe 14 freigeschaltet, feuert 810 Schuss pro Minute ab und ist nach wie vor das führende Sturmgewehr im Meta. Bei der Tötungszeit liegt sie unter den Sturmgewehren nur auf Platz vier, macht das aber mit ihrer Mobilität wett: Ihr könnt den ersten Schuss schneller abgeben als mit vielen MPs. Die M4 schlägt sich im Nahkampf gegen die ISO Nightshade ebenso gut wie auf größere Entfernungen gegen Scharfschützen. Ihr größter Nachteil ist der vertikale Rückstoß.
Build:
- Mündung: ZLR Reverb90;
- Unterlauf: FSS Tac90 Grip;
- Munition: 5.56 NATO High Velocity;
- Schaft: Demo Dozer Stock;
- Griff: ZLR Phase Grip.
Der ZLR Reverb90 verbessert die Kontrolle des vertikalen Rückstoßes und des Waffenausschlags um 13 %, wodurch das Schießen auf größere Entfernungen spürbar leichter wird. Die Zielgeschwindigkeit leidet ein wenig, doch die Vorteile überwiegen. Der FSS Tac90 Grip verringert das Schwanken beim Zielen. Das ist bei einem Sturmgewehr wichtig, denn das Schwanken erschwert es, den Rückstoß vorherzusagen. Mit weniger Schwanken fällt es leichter, den ersten Schuss zu treffen, das Ziel im Visier zu behalten und das Rückstoßmuster kennenzulernen.
Ein weiteres Problem der M4 ist ihre niedrige Geschossgeschwindigkeit von gerade einmal 590 m/s – etwa so viel wie bei einer MP. Die Geschosse brauchen spürbar länger, bis sie ihr Ziel erreichen. Auf mittlere Entfernung müsst ihr daher vor beweglichen Gegnern zielen, also leicht vor sie halten. Die 5.56 NATO High Velocity erhöht die Geschossgeschwindigkeit auf 708 m/s. Das ist noch nicht perfekt, aber ihr müsst nicht mehr so weit vorhalten, und die Geschosse treffen häufiger dort, wo ihr hinzielt.
Da Mündungs- und Unterlaufaufsatz den Rückstoß im Zaum halten, könnt ihr für mehr Mobilität den Demo Dozer Stock verwenden. Der ZLR Phase Grip beschleunigt das Zielen über Visier und verkürzt die Sprint-zu-Schuss-Verzögerung um 8 %. So könnt ihr nach einem Sprint schneller angreifen, auch wenn aus der M4 dadurch noch keine vollwertige MP wird. Es gibt auch eine aggressivere Alternative: Tauscht die High Velocity-Munition gegen einen kurzen Lauf aus und spielt die M4 wie eine MP.
Kastov 762 für einen langsameren Spielstil
Die Kastov 762 wird auf Stufe 34 freigeschaltet. Dieses Gewehr verursacht pro Schuss hohen Schaden, doch im Nahkampf ist seine Tötungszeit länger als bei einigen anderen Sturmgewehren, darunter der Han 86. Die Feuerrate ist mit 600 Schuss pro Minute eher niedrig, und auch die Zielgeschwindigkeit fällt langsam aus. Dazu kommt ein recht starker Rückstoß, der anhaltendes Feuern ohne sorgfältige Kontrolle schwierig macht. Diese Waffe eignet sich für Spieler, die lieber eine Position halten und Gegner auf sich zukommen lassen.
Build:
- Mündung: Gauge-12 Mono;
- Munition: 7.62 Soviet High Velocity;
- Unterlauf: FSS Tac90 Grip;
- Griff: FJX Kastov Grip;
- Schaft: Hanbit 655L-M Stock.
Der Gauge-12 Mono hält euch vom Radar fern, erhöht Geschossgeschwindigkeit und Schadensreichweite und reduziert den Rückstoß leicht. Er hat allerdings auch einen unangenehmen Nachteil: Das Schwanken beim Zielen nimmt um 15 % zu. Außerdem wird das Zielen über Visier deutlich langsamer und dauert dann etwa 310 ms. Ohne andere Aufsätze zum Ausgleich fällt es euch schwerer, ein entferntes Ziel im Visier zu behalten.
Mit 7.62 Soviet High Velocity steigt die Geschossgeschwindigkeit auf etwa 779 m/s. Mit einer einfachen Faustregel könnt ihr die ungefähre Reichweite abschätzen, auf der Geschosse nahezu sofort einschlagen: Teilt die Geschossgeschwindigkeit durch 20. Für die Kastov 762 ergibt das rund 39 Meter. Ab dieser Entfernung macht sich die Flugzeit der Geschosse bemerkbar, sodass ihr vor bewegliche Ziele halten müsst.
Der FSS Tac90 Grip halbiert das Schwanken beim Zielen – bei diesem Gewehr ein großer Vorteil. Wenn ihr weiterhin Probleme mit dem Rückstoß habt, rüstet stattdessen den FSS Fireline Grip aus. Damit wird die Waffe allerdings spürbar langsamer. Den Großteil der Rückstoßkontrolle liefert der FJX Kastov Grip: Er reduziert den horizontalen und vertikalen Rückstoß um 6 %, verlangsamt dafür aber das Zielen über Visier um etwa 4 %. Der Hanbit 655L-M Stock bewirkt das Gegenteil: Er beschleunigt das Zielen um 8 %, erhöht den Rückstoß aber um 5 %.
Zusammen mit dem Gauge-12 Mono gleichen diese Aufsätze die jeweiligen Nachteile teilweise aus. Das Ergebnis ist ein besser kontrollierbares Gewehr, dessen Rückstoß aber nicht vollständig verschwindet. Auf größere Entfernungen müsst ihr die Waffe weiterhin kontrollieren, besonders bei längeren Feuerstößen.
Zwei Builds für die Han 86
Die Han 86 ist bereits ab Stufe 4 verfügbar. Sie ist sehr mobil und tötet schneller als die M4. Der Rückstoß verläuft größtenteils vertikal, ihr müsst also hauptsächlich nach unten ziehen. Mitten in einem Feuerstoß schlägt die Waffe jedoch plötzlich nach links aus. Das standardmäßige offene Visier ist gewöhnungsbedürftig, rüstet deshalb am besten sofort das Slimline Elite aus.
Aggressiver Build:
- Visier: Slimline Elite;
- Lauf: SA K556 16;
- Mündung: XRK Mil-Tac Suppressor;
- Munition: 5.56 NATO High Velocity;
- Griff: XRK Justice II Grip.
Der leichte SA K556 16-Lauf verbessert die Mobilität und lässt euch im Nahkampf mit MPs mithalten. Auf größere Entfernungen bewegt ihr euch so schnell seitwärts, dass ihr den Rückstoß teilweise ausgleichen könnt und die Zunahme kaum bemerkt. Der XRK Mil-Tac Suppressor reduziert den Waffenausschlag und hält euch vom Radar fern, kostet aber etwa 7 % Zielgeschwindigkeit. Für einen aggressiven Spielstil ist das wichtig: Gegner können nicht erkennen, aus welcher Richtung ihr kommt. Wenn euch der Rückstoß weiterhin Probleme bereitet, ersetzt den Schalldämpfer durch den Corvus LVL-40, um den Ausschlag nach links zu bändigen.
Die 5.56 NATO High Velocity erhöht die Geschossgeschwindigkeit auf 730 m/s, sodass ihr kaum vorhalten müsst. Der XRK Justice II Grip beschleunigt das Zielen über Visier um 5 %, und der Verlust an Rückstoßkontrolle fällt kaum auf.
Mit nur einem Austausch könnt ihr daraus einen Build für große Entfernungen machen: Ersetzt den SA K556 16 durch den längeren SA H86 465mm-Lauf. Die Mobilität sinkt deutlich, dafür steigt die Geschossgeschwindigkeit auf 885 m/s – während viele Waffen nur etwa 700 m/s erreichen. Außerdem maximiert der Lauf die Schadensreichweite.
ISO Nightshade für aggressives Spielen
Die ISO Nightshade wird auf Stufe 4 freigeschaltet und feuert 923 Schuss pro Minute ab. Sie ist ein Traum für aggressive Spieler: hervorragende Mobilität, leichte Handhabung und gut kontrollierbarer Rückstoß auf kurze bis mittlere Entfernungen. Bei der Tötungszeit liegt sie hinter der VEL 46, macht das aber durch ihre leichtere Kontrolle wett und glänzt in schnellen Feuergefechten. Auf Karten wie Transit 213 kann sie Gegner im Nahkampf rasch ausschalten, kommt auf größere Entfernungen aber weiterhin nicht an Sturmgewehre heran. Dieser Build hilft, die Schwäche auszugleichen.
Build:
- Lauf: ZLR Carbon-900;
- Mündung: TA Lightning R3M;
- Griff: Demo STP-1;
- Schaft: EXP G2-44 Stock;
- Munition: 9mm Parabellum High Velocity.
Der lange ZLR Carbon-900-Lauf erhöht die Schadensreichweite und Geschossgeschwindigkeit und verbessert die Rückstoßkontrolle. Die Mobilität leidet darunter, doch bei der ISO Nightshade ist das kaum zu spüren. Die Mündung TA Lightning R3M verbessert beim Zielen die Rückstoßkontrolle und reduziert den Waffenausschlag. Außerdem verringert sie den Mündungsblitz, wodurch ihr euer Ziel besser erkennen könnt.
Der Demo STP-1 und der EXP G2-44 Stock gleichen den Verlust an Zielgeschwindigkeit durch den längeren Lauf aus. Der Schaft beschleunigt außerdem den Wechsel aus dem Zielen über Visier um 7 % – praktisch, wenn ihr es mit zwei Gegnern zu tun habt.
Die 9mm Parabellum High Velocity erhöht die Geschossgeschwindigkeit auf 750 m/s und ist damit schneller als manche Sturmgewehre. Wenn ihr diese Geschwindigkeit nicht braucht, ersetzt die Munition stattdessen durch das erweiterte 40 Round Mag. So müsst ihr seltener nachladen, büßt aber etwas Mobilität und Zielgeschwindigkeit ein.
Weitere Waffen, die einen Versuch wert sind
Wenn ihr mehr Reichweite wollt, schaut euch die Oris 8.6 an, die auf Stufe 11 freigeschaltet wird. Ein oder zwei Treffer in Brust oder Kopf reichen auf jede Entfernung für einen Kill, und ein längerer Lauf erhöht die Reichweite zusätzlich. Für eine schwere Waffe ist die Oris 8.6 gut zu handhaben und mobil genug, um sich im Nahkampf sogar gegen die ISO Nightshade und die M4 zu behaupten. Ihr Rückstoß ist nicht angenehm, doch mit diesem Gewehr geht es darum, schnell gezielte Schüsse abzugeben oder aus der Hüfte auf kurze Distanz zu feuern. Dafür etwas Präzision zugunsten der Mobilität aufzugeben, ist ein vernünftiger Kompromiss.
Das Meta von MW4 nimmt erst langsam Gestalt an, und nach den ersten Balance-Patches werden sich die Werte mit ziemlicher Sicherheit ändern. Scheut euch nicht, Aufsätze an euren Spielstil anzupassen. Wenn ein langer Lauf für euch besser funktioniert als ein leichter, ist das ebenfalls eine völlig sinnvolle Wahl.




