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HONOR MagicBook X16 Plus im Test: Ein Office-Laptop mit seltenem AMD-Ryzen-7-Prozessor. Was kann er?

HONOR MagicBook X16 Plus im Test: Ein Office-Laptop mit seltenem AMD-Ryzen-7-Prozessor. Was kann er?

2 Auszeichnungen
Rodion Ilin
22 Oktober 2026, 10:41

In diesem Test werfen wir einen Blick auf ein stilvolles, aber zurückhaltendes Notebook (oder besser gesagt: Ultrabook) von HONOR, das als Premiumlösung fürs Büro positioniert ist. Das Modell BRI-721 ist in „Space Gray“ gehalten, wobei dieser Farbton gewöhnlich als „Nassasphalt“ bezeichnet wird (silberne Varianten sind ebenfalls erhältlich). Noch interessanter ist jedoch der Prozessor: ein AMD Ryzen 7 8845HS (8 Kerne/16 Threads; 3,8–5,1 GHz). Die meisten Arbeitslaptops sind mit Intel-Chips ausgestattet, entweder Core-Prozessoren der 13. Generation oder Core Ultra, während HONOR einen eigenen Weg eingeschlagen und sich für einen AMD-Chip entschieden hat. War das die richtige Wahl? Finden wir es heraus.

Technische Daten

  • Display: 16 Zoll, 2560x1600, IPS, 60–120 Hz;
  • Prozessor: AMD Ryzen 7 8845HS (Zen 4 Hawk Point, 8 Kerne/16 Threads, 3,8–5,1 GHz, 16 MB L3-Cache, 35–54 W TDP);
  • Grafik: integrierte AMD Radeon 780M (Shading Units/TMUs/ROPs: 768/48/32, bis zu 2,7 GHz);
  • Arbeitsspeicher: 32 GB LPDDR5X SDRAM (6400 MT/s, 4 × 32 Bit); auch Varianten mit 16 GB erhältlich;
  • Speicher: 1 × 1 TB SSD (Kioxia KBG50ZNV1T02), M.2 2280, NVMe 1.4, PCIe 4.0 x4; auch Varianten mit 512 GB und 2 TB erhältlich;
  • Anschlüsse: 1 × USB4 Type-C, 1 × USB Type-C 3.2 Gen2, 2 × USB Type-A 3.2 Gen1, 1 × HDMI 2.1, 1 × kombinierter Kopfhörer-/Mikrofonanschluss;
  • Konnektivität: Airgo Wi-Fi 6 Qualcomm WCN685x (802.11ax, 2×2 MIMO, 2,4 und 5 GHz), Bluetooth 5.1;
  • Audio: 2 Stereolautsprecher;
  • Webcam: 720p@30 FPS;
  • Akku: Lithium-Polymer, 75 Wh (4880 mAh);
  • Netzteil: bis zu 65 W (20,0 V, 3,25 A), Gewicht 158 g;
  • Abmessungen: 357,0×255,5×21,0 mm;
  • Gewicht: 1,78 kg (ohne Netzteil);
  • Betriebssystem: Windows 11 Home.

Design

Wie bereits erwähnt, ist das Notebook insgesamt schlicht gestaltet und würde sich daher bestens auf dem Tisch einer hypothetischen „Vorstandssitzung“ machen. Das Gehäuse besteht aus Metall. Da der Deckel aber möglichst dünn gehalten ist, gibt er bei diagonalem Druck leicht nach. Außerdem lässt sich das Notebook nicht mit einer Hand öffnen, ohne dabei die Basis festzuhalten. Hinzu kommt, dass das einheitliche Design des Gehäuses einen immer wieder rätseln lässt, wie man das Gerät vor der Arbeit hinlegen muss: Instinktiv dreht man es so, dass das HONOR-Logo zu einem zeigt – und dann lässt es sich nicht öffnen. Man muss sich merken, dass die richtige Ausrichtung mit dem Schriftzug auf dem Kopf ist, damit alle das Logo lesen können, sobald man den Deckel aufklappt. Einerseits ergibt das Sinn, andererseits fängt man spätestens beim zehnten Mal an, leise vor sich hin zu fluchen.

The laptop measures 357.0×255.5×21.0 mm and weighs 1.78 kg. It slips into any backpack in no time and won't weigh down your shoulders
Das Notebook misst 357,0×255,5×21,0 mm und wiegt 1,78 kg. Es passt im Handumdrehen in jeden Rucksack und belastet die Schultern kaum

Positiv fallen die sehr schmalen Kunststoffränder links und rechts des Bildschirms auf: Sie sind nur 4,5 mm breit. Im oberen, lediglich 7,5 mm breiten Rand sitzt eine ganz gewöhnliche 720p@30-FPS-Webcam. Das 16:10-Display bietet eine 2,5K-Auflösung (2560x1600), eine Bildwiederholrate von 120 Hz und eine ordentliche Pixeldichte von 189 ppi – ein sehr guter Wert. Bei hellem Umgebungslicht macht die Arbeit an diesem Notebook Spaß: Eine gute Farbtemperatur (6800 K), ein hervorragender Kontrast (1350:1) und eine hohe Helligkeit (420 Nits) sorgen dafür, dass sich Text auf dem Bildschirm sogar im Freien gut lesen lässt. Die Designer haben auch an Blendeffekte gedacht und dem Display eine halbmatte Beschichtung spendiert. Insgesamt verdient der Bildschirm einen Daumen nach oben.

The laptop features a 16-inch IPS panel, and thanks to the thin screen bezels it's lighter and smaller than many of its competitors
Das Notebook verfügt über ein 16-Zoll-IPS-Panel und ist dank der schmalen Bildschirmränder leichter und kompakter als viele Konkurrenzmodelle

Weiter geht’s mit der Tastatur: Sie ist eine Membrantastatur mit Ziffernblock. Auch für den sehr leisen, präzisen und angenehmen Tastenhub von 1,5 mm gibt es Lob. Schön ist, dass die Pfeiltasten nicht verkleinert, sondern in voller Größe ausgeführt sind. Generell sind alle Tasten größer als üblich (16,5×16,5 mm); bei Laptops fallen sie normalerweise kleiner aus. Wer gerade das Zehnfingerschreiben lernt, findet hier ein ideales Übungsfeld. Die rechte Umschalttaste hätte allerdings etwas länger sein können – aber das ist Meckern auf hohem Niveau.

The aluminum body doesn't collect fingerprints and stays presentable for a long time
Das Aluminiumgehäuse nimmt keine Fingerabdrücke an und sieht lange gepflegt aus

Wer beim Tippen gelegentlich auf die Tastatur schaut, wird die großen Beschriftungen zu schätzen wissen: Die lateinischen Buchstaben sind riesig, die kyrillischen etwas kleiner, aber immer noch gut zu erkennen. Die weiße Tastaturbeleuchtung bietet zwei Helligkeitsstufen und schaltet sich nach 20 Sekunden Inaktivität ab, um den Akku zu schonen. Oben rechts befindet sich der Ein-/Ausschalter mit Fingerabdrucksensor. Er arbeitet präzise und zuverlässig; Fehlauslösungen sind uns nicht aufgefallen. Außerdem sind alle Tasten mit einer speziellen Beschichtung versehen, die sie vor Flecken und vorzeitigem Verschleiß schützt.

Das Touchpad ist bei Weitem nicht das größte der Branche, aber auch keineswegs winzig: Es misst 120×72 mm. Wie bei modernen Geräten üblich, sind die linke und rechte Taste unsichtbar integriert, die Klicks fühlen sich jedoch präzise und zugleich angenehm weich an. Das Touchpad unterstützt Gesten, und im Dienstprogramm Honor PC Manager gibt es zahlreiche passende Einstellungen – genug zum Ausprobieren.

Das Notebook unterstützt außerdem Honor Share, eine Technologie zur Verbindung des Geräts mit Fernsehern und Smartphones

Die Unterseite des Gehäuses ist minimalistisch gehalten: zwei Reihen Lüftungsschlitze und ein einzelner gummierter Fuß entlang der oberen Kante. Bemerkenswert ist, dass das Gerät nicht wackelt und der Fuß nicht abfällt – anders als bei unserem jüngsten Testgerät, dem DIGMA PRO Fortis M. Hier ist alles ordentlich gelöst! Zwei Stereolautsprecher sitzen hinter zwei senkrechten Schlitzen. Sie leisten zwar nur je 2 Watt, sind aber im Gehäuse auf vibrationsdämpfenden Aufhängungen montiert, was dem Klang mehr Volumen verleiht. An der Unterseite gibt es sonst nichts zu sehen. Auch lässt sich das Gerät nicht schnell öffnen, denn es gibt keine verschraubten Wartungsklappen. Um eine zweite SSD einzubauen (im Inneren ist Platz dafür), muss die gesamte Bodenplatte entfernt werden.

HONOR MagicBook X16 Plus Review: an office laptop with a rare AMD Ryzen 7 processor. What is it capable of?

Bei den Anschlüssen sieht es weniger beeindruckend aus: Ähnlich wie Apple haben HONORs Ingenieure nur das Nötigste verbaut. Auf der rechten Seite befinden sich ein USB-Type-A-Anschluss und eine 3,5-mm-Audiobuchse. Links sitzen HDMI, USB Type-A und zwei USB-Type-C-Anschlüsse, einer davon mit 3.2 Gen 2 und der andere mit dem neuesten USB4. Einerseits gibt es damit Geschwindigkeiten von 10 und 20 Gbit/s; andererseits ist meist einer dieser Anschlüsse durch das Ladekabel belegt, da das Notebook keinen separaten DC-Stromanschluss hat. Auch einen RJ45-Anschluss für ein Ethernet-Kabel, einen Kartenleser und einen Kensington-Schlossanschluss sucht man vergeblich.

Während des Ladevorgangs blinkt die weiße LED an der linken Seite. Ist der Akku vollständig geladen, leuchtet sie dauerhaft

Hardware und Akkulaufzeit

Das Notebook besitzt einen klassischen 75-Wh-Akku (4880 mAh) und wird mit einem 65-W-Netzteil geliefert. Eine vollständige Ladung von 0 auf 100 % dauert weniger als zwei Stunden. Beim „Surfen, Tippen, YouTube schauen und Arbeiten in Videokonferenzen“ hält der Rechner mit einer Ladung 6–7 Stunden durch. Bei Spielen (anspruchslosen!) sind es etwa vier Stunden.

Nun zum interessantesten Teil: dem Innenleben. Im Gerät steckt ein AMD Ryzen 7 8845HS. Die ungewöhnliche Wahl der Entwickler erklärt sich durch die Geschwindigkeit dieses Chips. Mit 8 Kernen und 16 Threads auf Zen-4-Basis sowie einem maximalen Takt von 5,1 GHz schnitt der Prozessor in unseren synthetischen Tests hervorragend ab.

The screen tilts back 150–155 degrees (not a record figure)
Der Bildschirm lässt sich um 150–155 Grad nach hinten neigen (kein Rekordwert)

Für die Grafik sorgt die AMD Radeon 780M mit 12 Recheneinheiten auf Basis der RDNA-3.0-Architektur – eine der leistungsstärksten integrierten GPUs auf dem Markt. Als Videospeicher dient der Arbeitsspeicher des Systems.

Beim Arbeitsspeicher gibt es drei Konfigurationen: 16 GB/512 GB, 16 GB/1 TB und 32 GB/1 TB. Wir haben die Topversion getestet, die mit vier LPDDR5X-Modulen mit 6400 MHz ausgestattet ist.

Als SSD hat der Hersteller ein Laufwerk von Kioxia gewählt, einem Ableger von Toshiba. Das Laufwerk ist schnell: Die Lesegeschwindigkeit liegt bei 5 GB/s, die Schreibgeschwindigkeit bei 3 GB/s.

All das ermöglicht es, zwischen der Arbeit und den zuvor scherzhaft erwähnten Vorstandssitzungen anspruchslose Spiele zu spielen. Für anspruchsvolle AAA-Spiele reicht das MagicBook X16 Plus nicht, aber Online-Gefechte in „Tanks“ sind allemal drin.

HONOR MagicBook X16 Plus Review: an office laptop with a rare AMD Ryzen 7 processor. What is it capable of?

Leistung: synthetische Benchmarks

Wir haben das HONOR MagicBook X16 Plus mit den synthetischen Benchmarks Cinebench R23, Cinebench 2024, Geekbench, CPU-Z, CrystalDiskMark und CrystalDiskInfo getestet. Alle Ergebnisse sind auf den Screenshots zu sehen.

Zusätzlich haben wir 3DMark verwendet und unser Testgerät durch folgende Benchmarks laufen lassen: Time Spy, Time Spy Extreme, Sky Diver, Port Royal, Steel Nomad, CPU Profile und Storage Benchmark (ein Test der Ladegeschwindigkeit von Spielen von der SSD). Die Ergebnisse sind auf den Screenshots zu sehen.

Leistung. Gaming-Tests

Für die Gaming-Tests haben wir diesmal zwei anspruchslose Online-Spiele sowie zwei Einzelspieler-Titel ausgewählt, für die das MagicBook X16 Plus eindeutig nicht ausgelegt ist. Trotzdem wollten wir wissen, wo die Grenzen des Geräts liegen. Das sind unsere Ergebnisse.

World of Tanks. Fast jeder moderne Laptop kommt mit diesem Spiel problemlos zurecht, und das MagicBook X16 Plus bildet keine Ausnahme. Die FPS kletterten zeitweise auf bis zu 250, im Durchschnitt lagen sie bei 150. Das sind in jedem Fall gute Werte. Die CPU-Temperatur bewegte sich zwischen 68 und 79 Grad. Fazit: problemlos spielbar.

Fortnite. Auch dieses Spiel bewältigte das MagicBook größtenteils, kam dabei aber bereits an seine Grenzen. Das liegt vermutlich am schnellen Prozessor, dem flotten Arbeitsspeicher und einer der leistungsstärksten integrierten Grafiklösungen auf dem Markt. Durchschnittlich 40 FPS sind alles andere als ein Traumwert, doch das Spiel lief flüssig und machte zumindest keinen Frust.

The Witcher 3. 8–10 FPS: Bei solchen Werten sind Abenteuer in einer Fantasywelt kaum möglich. Und das, obwohl wir sämtliche Grafikeinstellungen auf das Minimum reduziert haben. Tut uns leid, Geralt, aber dieser Laptop ist nicht für Spiele wie The Witcher gedacht.

Fazit und Auszeichnungen

HONOR MagicBook X16 Plus Review: an office laptop with a rare AMD Ryzen 7 processor. What is it capable of?

Das HONOR MagicBook X16 Plus ist 2024 definitiv eines der leistungsstärksten Office-Notebooks auf dem Markt. Es bietet eine robuste Konstruktion und reichlich Leistungsreserven sowie eine hervorragende Tastatur, mit der sich dank des ausdauernden Akkus den ganzen Arbeitstag über verschiedenste Aufgaben erledigen lassen. Auch sein zurückhaltendes, elegantes Design passt in jede Umgebung. Viel spielen lässt sich darauf natürlich nicht, doch die Ingenieure von HONOR haben es auch nie als Gaming-Laptop konzipiert.

VGTimes Auszeichnungen

Designer's Choice. Klare Linien, die auffällige Farbgebung „Space Gray“, große Tasten und schmale Displayränder: Das HONOR MagicBook X16 Plus ist wahrhaft minimalistisch – und genau das macht seinen Reiz aus.

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