Nachrichten NVIDIA stellt PC mit 72-Kern-CPU und Blackwell-GPU vor

NVIDIA stellt PC mit 72-Kern-CPU und Blackwell-GPU vor

DoubleA
In der vollständigen Version lesen

NVIDIA hat die Systeme DGX Spark und DGX Station vorgestellt, die Rechenzentrumsleistung auf die Schreibtische alltäglicher Nutzer bringen. Angetrieben von den neuesten Grace Blackwell-Chips sollen diese Geräte das Training und die Bereitstellung von KI revolutionieren und Hochleistungsrechnen über Cloud-Server hinaus zugänglich machen.

Der DGX Spark wird als der kleinste KI-Supercomputer der Welt positioniert. Im Mittelpunkt steht der GB10-Chip, der einen 72-Kern-Grace-Prozessor mit einer Blackwell-GPU mit Tensor-Kernen der fünften Generation kombiniert. Das System unterstützt FP4-Berechnungen und liefert bis zu 1 Quintillion Operationen pro Sekunde — entscheidend für das Feintuning neuronaler Netze.

Eine wichtige Innovation ist die NVLink-C2C-Technologie, die fünfmal schneller ist als PCIe 5.0. Dies beseitigt Engpässe beim Datenaustausch zwischen CPU und GPU, was besonders wichtig für speicherintensive Aufgaben ist. Das System umfasst 128 GB gemeinsamen Speicher und 4 TB NVMe-Speicher, was die lokale Arbeit an großen Modellen mit nahtloser Cloud-Integration ermöglicht.

Für anspruchsvollere Arbeitslasten verfügt die DGX Station über den GB300-Chip, der einen Grace-Prozessor mit einer Blackwell Ultra-GPU kombiniert und eine rekordverdächtige Leistung von 20 Petaflops bei FP4 bietet. Das System bietet 784 GB einheitlichen Speicher (288 GB HBM3e + 496 GB LPDDR5X), was das Training von Modellen ermöglicht, die zuvor Cluster aus Dutzenden von Servern benötigten. Besonderes Augenmerk wurde auf die Netzwerktechnologie gelegt: Der ConnectX-8 SuperNIC-Adapter mit 800 Gbps Bandbreite ermöglicht es, mehrere Stationen zu einem einzigen Rechencluster zu verknüpfen.

Die Systeme werden von führenden Anbietern — ASUS, Dell, HP und Lenovo — produziert, um globale Verfügbarkeit zu gewährleisten. Experten prognostizieren, dass die Einführung der DGX-Systeme den Aufstieg von „personalisierten KI“ beschleunigen wird. Mit diesem Maß an Desktop-Power könnten sogar Startups im Wettlauf um KI-Innovationen mit Branchenriesen konkurrieren. Erste Lieferungen werden im vierten Quartal 2025 erwartet, aber NVIDIA hat noch keine Preisdetails bekannt gegeben.