Am 4. April 2025 feiert Microsoft sein 50-jähriges Bestehen. Das Unternehmen, das von zwei Studenten gegründet wurde, hat sich zu einem globalen Technologiekraftwerk entwickelt, dessen Produkte im Alltag von Millionen verankert sind. 1975 wurden Bill Gates und Paul Allen durch den Altair 8800 inspiriert und entwickelten einen BASIC-Interpreter dafür. Einige Jahre später sicherte sich Microsoft durch einen Vertrag mit IBM zur Lieferung von MS-DOS einen Fuß in dem boomenden PC-Markt. Ende der 1980er Jahre setzten Word, Excel und PowerPoint neue Maßstäbe für die Büroproduktivität.
Die Reise von Microsoft war sowohl von großen Erfolgen als auch von denkwürdigen Fehltritten geprägt. Während Windows 95 und Xbox zu kulturellen Ikonen wurden, konnten Produkte wie der Zune-Mediaplayer, das Kin-Smartphone und sogar Internet Explorer nicht mit der Konkurrenz mithalten. Dennoch gelang es dem Unternehmen, sich anzupassen und weiterzuentwickeln. Als Satya Nadella 2014 CEO wurde, verlagerte Microsoft seinen Fokus auf Cloud-Computing. Heute hält Azure einen Marktanteil von 21%, nur hinter Amazon.
Heutzutage setzt Microsoft voll auf künstliche Intelligenz, arbeitet mit OpenAI zusammen und führt Werkzeuge wie Copilot ein. Doch das Unternehmen sieht sich auch Kritik ausgesetzt. Die tiefe Integration in die Infrastruktur von Regierung und Unternehmen hat eine Art Abhängigkeit geschaffen, die den Wechsel zu Alternativen erschwert. In Deutschland beispielsweise verlassen sich 96% der Regierungsbehörden auf Microsoft-Software.
Dennoch zeigt Microsoft keine Anzeichen einer Verlangsamung. Im Februar 2025 stellte es den Majorana 1 Quantenchip vor, von dem es behauptet, dass er die Entwicklung von kommerziellen Quantencomputern beschleunigen wird. Neben KI prägt die Quanten-Technologie das nächste Kapitel der Unternehmensgeschichte. Um das Jubiläum zu feiern, veröffentlichte Bill Gates den ursprünglichen Quellcode für Altair BASIC – das Programm, das alles ins Rollen brachte.
Arkadiy Andrienko


