KI schreibt Code für Menschen: Microsoft und Meta gestalten die Softwareentwicklung neu
Arkadiy Andrienko
At LlamaCon, einer von Meta veranstalteten Konferenz, diskutierten Führungskräfte von Microsoft und Meta über die wachsende Rolle von KI beim Schreiben von Software. Satya Nadella enthüllte, dass zwischen 20% und 30% des Codes in Microsoft-Projekten jetzt von KI generiert wird, wobei diese Zahl stetig steigt. In einigen Fällen, sagte er, erledigt KI Aufgaben ganz allein, ohne menschliches Eingreifen.
Mark Zuckerberg nannte keine genauen Zahlen für Meta, teilte jedoch die ehrgeizigen Pläne des Unternehmens mit: Innerhalb eines Jahres wird erwartet, dass KI etwa 50% der Entwicklungsarbeit für neue Versionen seiner Llama-Modelle übernimmt. Auch andere Tech-Giganten beobachten ähnliche Trends. Bei Google zum Beispiel schreibt KI jetzt mehr als ein Viertel aller neuen Codes. Unternehmen wie Shopify und Duolingo überdenken ebenfalls ihre Einstellungsstrategien und verlagern den Fokus auf Rollen, die KI noch nicht vollständig übernehmen kann.
Branchenexperten sagen, dass Werkzeuge wie Microsofts Copilot und die Entwicklungs-Suite von OpenAI schnell zur Norm werden. Die jüngsten Gespräche von OpenAI über die Übernahme des Startups Windsurf — das Systeme entwickelt, die Apps aus Textaufforderungen generieren können — unterstreichen, wie stark der Druck in Richtung Automatisierung geworden ist.
Die Prognosen variieren: Microsoft CTO Kevin Scott sagt voraus, dass bis 2030 KI für 95% aller Programmierarbeiten verantwortlich sein könnte. Zuckerberg bietet eine vorsichtigere — aber dennoch bedeutende — Einschätzung. Klar ist, dass KI bereits die Entwicklung umgestaltet, repetitive Arbeiten übernimmt, aber immer noch nicht in der Lage ist, menschliche Experten zu ersetzen, die für komplexe und kreative Aufgaben unerlässlich bleiben.
