Ein Browser ohne Tracking, Benutzerverdeckung und null Datensammlung ist gerade auf GitHub erschienen

Ein Browser ohne Tracking, Benutzerverdeckung und null Datensammlung ist gerade auf GitHub erschienen

Arkadiy Andrienko

Ein neuer Open-Source-Browser ist gerade auf GitHub erschienen, der für anonymes Surfen und die Minimierung Ihres digitalen Fußabdrucks entwickelt wurde. Das Projekt hat bereits Aufmerksamkeit erregt, indem es Anti-Detection-Mechanismen mit einem vollständigen Mangel an Telemetrie kombiniert.

Der Donut Browser basiert auf zwei Engines — Chromium und Firefox — und die Benutzer können je nach Bedarf zwischen ihnen wechseln. Beide Versionen wurden optimiert: Die Chromium-Version verwendet einen modifizierten Fork namens Wayfern, während Firefox über Camoufox bereitgestellt wird, das sich auf das Spoofing und den Schutz Ihres digitalen Fingerabdrucks konzentriert — die Menge an Parametern, die Websites normalerweise verwenden, um Ihr Gerät und Sie zu identifizieren. Die Entwickler behaupten, dass der Browser keine Daten sammelt oder sendet. Im Gegensatz zu typischen Lösungen gibt es keine Telemetrie, keine Nutzungsberichte und keine versteckte Analyse, was das Risiko von Leaks verringert und das Verhalten des Browsers aus der Sicht des Datenschutzes vorhersehbarer macht.

The browser's workflow revolves around profiles, not tabs
Der Arbeitsablauf des Browsers dreht sich um Profile, nicht um Tabs

Dank seines Profilsystems können Benutzer eine unbegrenzte Anzahl isolierter Umgebungen erstellen, die jeweils wie ein separater Browser agieren — mit eigenen Cookies, Verlauf, Erweiterungen und einem einzigartigen digitalen Fingerabdruck. Dieser Ansatz ist nicht nur bei Datenschutzbefürwortern beliebt, sondern auch für Tests, Traffic-Arbitrage und die Verwaltung mehrerer Konten. Der Browser unterstützt auch Proxys (HTTP, HTTPS, SOCKS4/5) und VPN über WireGuard. Die Einstellungen können individuell für jedes Profil konfiguriert werden, was Ihnen flexible Kontrolle über Ihre Netzwerkumgebung gibt und Ihre Aktivitäten noch weiter trennt.

Der Browser verfügt außerdem über eine integrierte Profilsynchronisierung über Geräte hinweg, die über die Cloud funktionieren kann — einschließlich der Option zur Selbst-Hosting. Außerdem gibt es eine optionale End-to-End-Verschlüsselung, bei der Ihre Daten durch ein Passwort geschützt sind, das nur Ihnen bekannt ist. Zu den zusätzlichen Funktionen gehören das Importieren von Profilen aus anderen Browsern (Chrome, Firefox, Edge, Brave), Cookie- und Erweiterungsmanagement, Profilgruppenbildung und eine lokale API für die Automatisierung. Letzteres öffnet die Tür zur Integration mit externen Tools und Skripten, einschließlich automatisierter Workflows. Es wird interessant sein zu sehen, wo dieser neue Browser in den Sicherheitsrankings landet — letztes Jahr war Tor an der Spitze.

Hauptschnittstelle (Profilmanager)

Es ist wichtig zu verstehen, dass Tools wie dieses in einem «grauen Bereich» operieren. Einerseits geben sie den Benutzern Kontrolle über ihre Privatsphäre; andererseits können sie verwendet werden, um Dienstbeschränkungen zu umgehen und Aktivitäten zu maskieren. Das macht das Tool selbst nicht illegal, aber es legt die Verantwortung darauf, wie es verwendet wird. Angesichts des steigenden Drucks auf Benutzerdaten und mehr Tracker als je zuvor ist es keine Überraschung, dass das Interesse an diesen Arten von Lösungen wächst.

Was denken Sie — sind Browser wie dieser ein echter Schritt in Richtung Datenschutz oder eher ein Werkzeug, um Plattformregeln zu umgehen? Teilen Sie Ihre Meinung in den Kommentaren.

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