Microsoft hat damit begonnen, sein legendäres Programm „The Garage“ zurückzufahren und am 23. Oktober mehrere Standorte geschlossen. Wie es für das Team hinter der Initiative weitergeht, ist noch unklar.
Das 2009 in Redmond gestartete Programm wuchs im Laufe seiner 17-jährigen Geschichte zu einem globalen Netzwerk aus rund 15 Zentren heran, in denen Mitarbeitende experimentelle Hard- und Software-Prototypen entwickeln konnten. Microsoft hat noch nicht bekannt gegeben, was nach der Schließung der Standorte aus den Projektmitarbeitenden wird.
Außerdem krempelt der Tech-Riese das Format seiner unternehmensweiten Hackathons um und hat nicht bestätigt, ob die nächste Veranstaltung in der gewohnten Form stattfinden wird. Die Organisatoren wollen eine offizielle Entscheidung zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben. Microsofts erster unternehmensweiter Hackathon fand im Juli 2014 statt und zog mehr als 11.000 angemeldete Mitarbeitende aus 80 Ländern an. Zu den bekanntesten Erfolgsgeschichten des Projekts zählt Seeing AI: Das preisgekrönte Hackathon-Projekt aus dem Jahr 2015 nutzt künstliche Intelligenz, um die Umgebung zu beschreiben und Texte für sehbehinderte Menschen vorzulesen. Weitere erfolgreiche Tools sind Mouse Without Borders, mit dem sich bis zu vier PCs mit einer einzigen Maus und Tastatur steuern lassen, sowie der Android-basierte Arrow Launcher. Er wurde bei Google Play mehr als 50 Millionen Mal heruntergeladen, bevor er in Microsoft Launcher umbenannt wurde.
Microsoft erklärte, das Unternehmen halte daran fest, Mitarbeitenden dabei zu helfen, ihre Fähigkeiten auszubauen und gemeinsam an innovativen Ideen zu arbeiten. Die Zukunft der physischen Räume und des eigens dafür zuständigen Garage-Teams ist jedoch weiterhin ungewiss.
Glaubst du, dass Microsoft den Geist von The Garage auch nach der Schließung seiner physischen Zentren und der Umstrukturierung des Hackathon-Formats bewahren kann?
