TOP 29: Die besten Jagdspiele für PC und Konsolen
Du wartest darauf, dass die Jagdsaison beginnt? Jagdspiele bieten dir die Möglichkeit, Fährten zu lesen, die Natur zu erkunden und einen Schuss abzugeben, ohne das Haus zu verlassen. Wenn du mit der Cabela’s-Reihe aufgewachsen bist oder Stunden damit verbracht hast, die Reservate in theHunter: Call of the Wild zu durchstreifen, weißt du, wie unterschiedlich diese Spiele sein können: Manche belohnen Geduld und sorgfältige Vorbereitung, andere setzen auf Action.
Du brauchst keine echte Jagderfahrung, um Spaß daran zu haben. Fährten zu lesen, den Wind zu beobachten und ein Tier zwischen den Bäumen zu entdecken, kann auch dann befriedigend sein, wenn du noch nie ein Gewehr in der Hand hattest. Außerdem sind die Landschaften oft schon für sich genommen eine Erkundung wert.
Wir haben die besten Jagdspiele zusammengestellt – von detaillierten Simulationen über zugängliche Klassiker bis hin zu Open-World-Abenteuern, in denen die Jagd eine von mehreren Aktivitäten ist. Ob du eine methodische Pirsch oder ein schnelleres Spielerlebnis suchst: Hier ist bestimmt das passende Spiel dabei.
Jagd-Simulationen auf dem PC
Beginnen wir mit den ernsthaften Vertretern: vollwertigen Jagdsimulationen, die genauso intensive Gefühle und Spannung vermitteln können wie eine echte Jagd. Die meisten bilden den Ablauf akribisch nach – von der Vorbereitung der Waffe über das Verfolgen von Tieren anhand von Fußspuren und plattgetretenem Gras bis hin zum exakt getimten Abdrücken zwischen zwei Herzschlägen.
theHunter: Call of the Wild
Koop: bis zu 8 Spieler
Jagdsystem: Tiere anhand von Fußspuren verfolgen, Geruch verbergen, Windrichtung beachten, ballistisches Schießen
Das Besondere: realistische Darstellung zentraler Jagdaspekte, kompetitives Koop-Spiel
Highlights: ethisches Jagdsystem, realistisches Sounddesign
Für wen: Spieler, die ruhiges, methodisches Gameplay mit geduldiger Fährtensuche bevorzugen
theHunter: Call of the Wild ist das unangefochtene Aushängeschild unter den Jagdsimulationen für PC und das beliebteste Spiel des Genres. Warum? Zunächst bildet es die zentralen Mechaniken der echten Jagd mit beeindruckendem Realismus nach. Die Handlung spielt hier nur eine Nebenrolle – das Hauptziel besteht darin, eine seltene Trophäe aufzuspüren, zu verfolgen und zu erlegen. Bei der Fährtensuche musst du die Windrichtung berücksichtigen (Tiere können dich wittern), auf Geräuschpegel und Sichtbarkeit achten und plattgetretenes Gras, Losung und Blutspuren untersuchen. Einfach draufloszuschießen funktioniert nicht: Du musst auf lebenswichtige Organe zielen. Nach jedem Schuss zeigt das Spiel sogar eine „Röntgenaufnahme“ des Tieres, anhand derer du deine Treffsicherheit beurteilen kannst. Auch Entfernung und Windrichtung beeinflussen die Flugbahn des Geschosses.
Zweitens weiß das Spiel, wo es mit dem Realismus genug ist, und überfrachtet dich nicht mit übermäßigen Details. Strenge Einschränkungen gibt es nicht – du kannst die Karte ganz in deinem eigenen Tempo erkunden.
Drittens steckt das Spiel voller interessanter Details. Tiere folgen einem Tagesablauf mit Schlaf-, Fress- und Trinkphasen. Das Spiel bestraft dich, wenn du ohne Lizenz jagst oder das falsche Kaliber verwendest, und im Mehrspielermodus kannst du dich mit anderen Jägern messen. Wenn du an der Jagd mehr reizt als eine bloße Schießbude – wenn du langsam und geduldig Fährten verfolgen, das Verhalten der Tiere studieren und dich sorgfältig vorbereiten möchtest –, kommst du an theHunter: Call of the Wild nicht vorbei.
Way of the Hunter
Koop: bis zu 4 Spieler
Jagdsystem: lange Verfolgung „minderwertiger“ Tiere, Schießen mit fortgeschrittener Ballistik
Das Besondere: Jagd zur Zucht einer „perfekten“ Herde, anspruchsvollere Erzählthemen
Highlights: fortgeschrittene Ballistik, äußerst realistische Tierwelt
Für wen: geduldige Hardcore-Fans, die bereit sind, Stunden mit der Pirsch auf Beute zu verbringen
Am besten lässt sich Way of the Hunter so beschreiben: Es ist theHunter: Call of the Wild, als hätte ein besessener Student der Wildtierbiologie es für andere besessene Wildtierbiologie-Studierende entwickelt. Das ist keine Kritik – genau dadurch hebt sich das Spiel ab. Es wirkt wie eine vollwertige Simulation eines Wildtier-Ökosystems, bietet noch mehr Realismus und ballistische Tiefe und legt großen Wert auf die Bestandsverwaltung. Anders als bei der Konkurrenz geht es bei der Jagd hier nicht um Trophäen oder Unterhaltung, sondern darum, eine „perfekte“ Hirschherde zu züchten – mit Tieren, deren Geweih möglichst groß ist. Dafür musst du schwächere Exemplare verfolgen und erlegen, damit sich nur die stärksten Tiere fortpflanzen.
Das Spiel bietet außerdem eine überraschend tiefgründige Geschichte über die Ethik der Jagd. Das Verhalten der Wildtiere ist ausgesprochen realistisch: Sie sind scheuer und unberechenbarer, altern und sterben schließlich eines natürlichen Todes, wenn Jäger sie nicht vorher erlegen. Die Ballistik ist noch anspruchsvoller als in theHunter: Call of the Wild. Für einen sauberen Abschuss musst du Entfernung und Kaliber sorgfältig wählen, damit das Geschoss das Ziel sofort tötet, statt es nur zu verwunden. Eine klare Empfehlung für Fans von kompromisslosem Realismus und strategischem Gameplay, die Freude daran haben, eine ganze Herde langfristig umsichtig zu verwalten.
Hunting Simulator 2
Koop: keiner
Jagdsystem: Lizenzen kaufen, Waffen auswählen, Tiere mit einem Jagdhund aufspüren, Beute erlegen, Trophäen sammeln
Das Besondere: dynamischeres Jagderlebnis mit wenig erzählerischem Beiwerk
Highlights: Begleithund, umfangreiches Waffenarsenal
Für wen: Fans von Hunden, Jagdwaffen und Trophäensammlungen
Hunting Simulator 2 bietet im Vergleich zur Konkurrenz einen eher arcadigen Zugang zur Jagd. Statt langsam durch Wälder zu streifen und geduldig die Beute zu verfolgen, steht hier weniger die Pirsch und mehr realistische Ausrüstung im Mittelpunkt. Das herausragende Merkmal ist dein vierbeiniger Begleiter – ein Labrador, Beagle oder Deutsch-Kurzhaar. Der Hund ist weit mehr als nur Dekoration: Du kannst ihn trainieren, um seine Fähigkeiten bei der Fährtensuche zu verbessern, ihn streicheln und loben. Im Gegenzug nimmt er Witterung auf, spürt Wild auf und apportiert erlegte Vögel. Dank des Begleithund-Systems geht die Suche deutlich schneller von der Hand: Statt stundenlang Fußspuren zu verfolgen, führt dich dein Hund zuverlässig zum Ziel. Eine offene Welt gibt es nicht. Du wählst einen Ort, bereitest deine Ausrüstung vor und begibst dich auf eine bestimmte Jagdmission. Vor jeder Jagd musst du eine Lizenz für die Tiere kaufen, die du erlegen möchtest – sogar für eine begrenzte Anzahl an Schüssen. Die Ausrüstung umfasst 160 Arten echter Waffen und Zubehörteile, und mit den gesammelten Trophäen kannst du deine Jagdhütte schmücken. Dialoge und Quests sorgen nicht für „Erzählrauschen“ – hier bist nur du, dein treuer Hund und die Jagd.
theHunter Classic
Koop: bis zu 8 Spieler
Jagdsystem: Ausrüstung vorbereiten, Tiere anhand von Fußspuren verfolgen, auf die Lauer legen, den Schuss abgeben
Das Besondere: umfangreiches Fertigkeitssystem, strenge Kalibervorgaben und keine Hinweise zur Fährtensuche
Highlights: Free-to-play-Modell, starker kompetitiver Mehrspielermodus
Für wen: Hardcore-Jagdfans, die ihr Geld lieber für echte Jagdgewehre als für High-End-PC-Hardware ausgeben
theHunter Classic gilt als Urvater der modernen Jagdsimulationen. Das Spiel erschien ursprünglich 2009 und wurde später von Avalanche Studios übernommen, dem Team hinter der Just-Cause-Reihe. Das Studio nutzte es als Experiment mit dem Free-to-play-Modell. Ja, theHunter Classic ist eines der wenigen wirklich kostenlosen Jagdspiele für PC. Zu Beginn erhalten Spieler fünf Lizenzen und zwei Schusswaffen gratis; alles Weitere lässt sich entweder mit Spielwährung oder echtem Geld kaufen. Die Online-Community ist immer noch überraschend aktiv: Selbst in der kostenlosen Version findet man problemlos Mitspieler zum Jagen, für Wettkämpfe oder zum Teilen von Munition. Außerdem stellt das Spiel im Gegensatz zu vielen modernen Jagdspielen nur geringe Hardware-Anforderungen.
Darüber hinaus ist es nach wie vor eine detaillierte Jagdlebenssimulation mit einer großen Vielfalt an Schauplätzen und Tieren, scheuer Beute, einem Fertigkeitssystem, realistischen Kalibervorgaben, keinerlei visuellen Hilfen bei der Fährtensuche und langen Wartezeiten auf der Lauer, bevor du den perfekten Schuss abgibst. Kurz gesagt: ein echter Klassiker.
Cabela's Big Game Hunter: Pro Hunts
Koop: keiner
Jagdsystem: Beute verfolgen, Geruch verbergen, Schusssequenzen in Zeitlupe
Das Besondere: realistische Ballistik, strukturierte Szenarien, detaillierte Schadensdarstellung
Highlights: echte Jagdexperten als Mentoren, filmreife Inszenierung
Für wen: Spieler, denen theHunter zu langsam und Way of the Hunter zu anspruchsvoll ist
Cabela's Big Game Hunter: Pro Hunts lässt sich wie der Rest der Cabela’s-Big-Game-Hunter-Reihe als eine Art Werbung für die amerikanische Outdoor-Handelskette Cabela’s betrachten. Das bedeutet aber nicht, dass die Spiele billig oder lieblos produziert wurden. Im Gegenteil: Die Reihe besteht aus soliden Jagdsimulationen, die zunächst stärker auf Action setzten, bevor Pro Hunts einen realistischeren Kurs einschlug. Die Entwickler holten sogar echte Jagdexperten ins Boot – bekannte Persönlichkeiten aus der Jagdszene, die vor jeder Mission taktische Tipps und Ausrüstungsempfehlungen geben. Eine zusammenhängende Handlung gibt es nicht. Stattdessen besteht das Spiel aus einer Reihe von Jagdszenarien rund um legendäre Tiere, die ihre Umgebung terrorisieren oder zu regionalen Mythen geworden sind.
Der Realismus entsteht durch das fortschrittliche Ballistiksystem, das Geschossphysik, Luftwiderstand und Schussdistanz berücksichtigt, sowie durch die Pflicht, Jagdlizenzen zu erwerben, zugelassene Ausrüstung zu verwenden und Lockrufe sowie Geruchstarnmittel richtig einzusetzen. Gleichzeitig bleibt Raum für filmreife Spektakel: Oft fühlt sich das Spiel wie eine aufwendig produzierte Jagdsendung an – mit Zeitlupen-Kugelkameras und Röntgenbildern nach dem Abschuss, die die inneren Verletzungen zeigen. Cabela's Big Game Hunter dürfte Spieler ansprechen, die einen Mittelweg suchen: ein Jagdspiel, das realistisch wirkt, ohne zum kompromisslosen Hardcore-Erlebnis zu werden.
Open Country
Koop: für 2 Spieler
Jagdmechaniken: die Karte erkunden, Tiere mit dem „Jägerinstinkt“ aufspüren, vereinfachtes Schießen
Besonderheiten: Survival-Elemente, Crafting, Fahrzeuge
Highlights: RPG-Mechaniken und eine Mischung aus Outdoor-Aktivitäten
Für wen geeignet: Spieler, die leichtes Survival-Gameplay mögen und die Jagd als eine von vielen Aktivitäten sehen
Open Country wurde von FUN Labs entwickelt, einem Studio, das viele Jahre an der Cabela’s-Reihe gearbeitet hat. Auf Grundlage dieser Erfahrung entwickelte das Team einen eigenen Jagdsimulator. Statt einfach die früheren Spiele zu kopieren, wollte es jedoch ein anderes Publikum ansprechen. Open Country richtet sich nicht an eingefleischte Jagdfans, sondern an Spieler, die gern verschiedene Aktivitäten in der Natur ausprobieren. Das Spiel verbindet Jagd und Open-World-Survival mit einem leichten RPG-System. Der Protagonist ist kein professioneller Jäger, sondern ein ganz normaler Mensch, der das Büroleben hinter sich lässt, um in der Wildnis Freiheit zu finden. Zu den Survival-Mechaniken gehören das Herstellen von Gegenständen aus gesammelten Ressourcen, das Entfachen von Lagerfeuern und das Errichten von Lagern. Dabei müssen Hunger, Durst, Erschöpfung und Körpertemperatur im Blick behalten werden.
Schießen und Fährtenlesen sind deutlich einfacher als in theHunter oder Way of the Hunter. Ein besonderer „Jägerinstinkt“-Modus hilft dabei, Tierspuren hervorzuheben, und mit Fahrzeugen lässt sich die Karte schnell und bequem durchqueren. Neben der Jagd können Spieler angeln, Geländewagen fahren und Quests erledigen – so bietet das Spiel eine größere Vielfalt an Aktivitäten. Das Ergebnis ist eine Art RPG über das Leben in der Wildnis, in dem man entweder gemeinsam mit seinem Hund oder online mit einem Mitspieler ums Überleben kämpft.
Pro Deer Hunting 2
Koop: keiner
Jagdmechaniken: Beute anlocken, auflauern, den Schuss abgeben
Besonderheiten: Lockrufe und Köder, realistisches Verhalten der Tiere, Hardcore-Modus ohne Hinweise
Highlights: Auflauern und Anlocken der Beute
Für wen geeignet: Ansitzjäger – also Spieler, die auch in Jagdspielen gern im Hinterhalt warten
Pro Deer Hunting 2 ist ein Indie-Spiel, das einen Mittelweg zwischen modernen Jagdsimulatoren und den klassischen Jagdspielen der frühen 2000er-Jahre sucht. Im Mittelpunkt steht ausschließlich die Hirschjagd in den Wäldern Nordamerikas – andere Tiere gibt es nicht. Anders als viele Genrevertreter setzt das Spiel weniger auf das Verfolgen von Spuren als darauf, die Beute anzulocken. Spieler wählen Lockrufe aus, stellen Futterstellen auf und warten dann geduldig im Hinterhalt auf die perfekte Gelegenheit. Die Grafik ist eher schlicht und das Spiel läuft problemlos auf schwächeren PCs, bietet aber trotzdem die wesentlichen Elemente eines Jagdsimulators. Die Geschossphysik wird simuliert, und eine Trefferkamera zeigt, welche Organe vom Schuss getroffen wurden. Auf höheren Schwierigkeitsgraden werden sämtliche Interface-Elemente und Hinweise deaktiviert – dann sind Geduld und Können wirklich gefragt.
Deer Hunter: Reloaded
Koop: keiner
Jagdmechaniken: schnelles Aufspüren mit visuellen Hinweisen, gezielte Treffer auf lebenswichtige Organe, Belohnungen für abgeschlossene Herausforderungen und Ausrüstungsverbesserungen
Besonderheiten: vereinfachtes Fährtenlesen, Schießstandmodus, umfangreiche Waffenanpassung
Highlights: starker Fokus auf den Ausrüstungsfortschritt
Für wen geeignet: Fans von Mobile Games, schnellem Fortschritt und zielorientiertem Gameplay
Die Deer-Hunter-Reihe ist vor allem unter Mobile-Gamern bekannt. Deer Hunter: Reloaded sollte das Franchise auf „große“ Plattformen wie PC und Konsolen bringen. Die Wurzeln auf Mobilgeräten sind deutlich zu erkennen: Eine offene Welt gibt es nicht, stattdessen reiht sich ein eigenständiger Missionsabschnitt an den nächsten. Das Gameplay ist bewusst arcadig gehalten, damit ständig etwas los ist – fünf Hirsche in fünf Minuten zu erlegen, ist durchaus drin. Die Tiere befinden sich meist schon in der Nähe oder sind zu sehen, während Markierungen den Weg zum Ziel weisen. Beim Zielen zeigt das Spiel sogar die lebenswichtigen Organe des Tieres in einer „Röntgenansicht“ an.
Damit das Tempo hoch bleibt, stellt das Spiel ständig neue Herausforderungen und belohnt ihren Abschluss mit kleinen Boni. Der Fortschritt geht extrem schnell voran: Das gesamte Geld aus den Missionen fließt direkt in neue Gewehre, Zielfernrohre und Magazine. Gleichzeitig ist das Spiel deutlich dynamischer und zugänglicher als Hardcore-Simulatoren wie theHunter: Call of the Wild. Wenn du keine Lust hast, eine halbe Stunde lang Beute aufzuspüren, sondern nach der Arbeit einfach ein paar Hirsche „abknallen“ willst, ohne dir Gedanken über Windrichtung oder Ballistik zu machen, kann dieses Spiel jede Menge Spaß bieten.
Jagd- und Survival-Spiele
Jagd- und Survival-Spiele unterscheiden sich von reinen Jagdsimulatoren dadurch, dass das Aufspüren von Tieren nicht im Mittelpunkt steht. Die Jagd erfüllt hier vielmehr einen praktischen Zweck und hilft beim Überleben – etwa indem man Nahrung und Ressourcen für Crafting, Verbesserungen oder Ausrüstung sammelt. Meist ist sie nur eine von vielen Aktivitäten.
Red Dead Redemption 2
Koop: bis zu 7 Spieler
Jagdmechaniken: Tiere mit Eagle Eye aufspüren, sich an die Beute heranschleichen, Kadaver häuten, Kleidung aus Fellen herstellen
Besonderheiten: Tiere interagieren auf natürliche Weise miteinander, äußerst detaillierte Jagdsysteme
Highlights: legendäre Tiere in eigenen Jagdquests
Für wen geeignet: Spieler, die ihr Abenteuerspiel um Jagd und andere Nebenaktivitäten ergänzen möchten
Red Dead Redemption 2 ist für seine Detailverliebtheit und seinen geerdeten Realismus bekannt. Du musst deine Waffen regelmäßig reinigen, Arthur den Bart stutzen, damit er nicht wie ein ungepflegter Landstreicher aussieht, und dein Pferd füttern und beruhigen. Bei der Jagd wird genauso viel Wert auf Details gelegt. Zunächst spürst du Tiere mit Eagle Eye auf. Die Beute kann den Protagonisten jedoch riechen, weshalb eine geruchsneutralisierende Lotion nützlich ist. Um das Fell in bestmöglicher Qualität zu erhalten, musst du die richtige Waffenart verwenden und eine verwundbare Stelle sauber treffen. Das Häuten wird vollständig animiert, und Tierkadaver verwesen mit der Zeit und locken Geier an. Dazu kommen natürliche Interaktionen zwischen Tieren – etwa ein Wolf, der denselben Hirsch jagt, den du verfolgst. So entsteht ein Jagdsystem, das detailliert genug ist, um mit vielen reinen Jagdsimulatoren mitzuhalten.
Und all das steckt in einem Spiel, in dem die Jagd technisch gesehen nur dazu dient, Nahrung fürs Lager zu sammeln, einzigartige Kleidung herzustellen und Geld zu verdienen. Aber das ist eben Rockstar – genau diese Hingabe ist der Grund, warum die Leute die Spiele des Studios lieben. Im Koop-Modus Red Dead Online kannst du den Rest des Spiels sogar links liegen lassen und dich ganz dem Leben als Jäger widmen: mit Freunden Tiere aufspüren, Fleisch und Felle sammeln und gewinnbringend verkaufen.
The Long Dark
Koop: keiner
Jagdmechaniken: Fallen stellen, Kadaver zerlegen, Kleidung mit gegerbten Häuten reparieren, aus erlegtem Wild Essen zubereiten
Besonderheiten: primitive Jagdwaffen, gefährliche Raubtiere, kaum Spielraum für Fehler, Raubtiere folgen deiner Blutspur
Highlights: eisige Einsamkeit – falls das echte Leben allein noch nicht kalt genug ist
Für wen geeignet: Fans realistischer Survival-Spiele, die jedes Streichholz zählen und Wölfen ihre Beute streitig machen
The Long Dark geht bei der Jagd äußerst kompromisslos vor. Sie ist hier weder Unterhaltung noch Sport, sondern eine schwierige und gefährliche Möglichkeit, nicht zu erfrieren oder zu verhungern. Nach einer geomagnetischen Katastrophe sitzt der Spieler in einer verlassenen, verschneiten Wildnis fest und muss mit knappen Ressourcen überleben. Die Kleidung zerfällt? Die Lebensmittel sind aufgebraucht? Dann bleibt nur die Jagd. Am einfachsten sind Kaninchen, die sich mit Fallen fangen lassen. Doch wer sich an größere Tiere wagt, sollte bedenken: Du bist nicht das einzige Raubtier in der Gegend. Blutgeruch lockt Wölfe an, und die Überlebenschancen bei einer Begegnung liegen kaum über fünfzig Prozent. Begrenzte Munition und Tageslicht, improvisierte Waffen sowie das hohe Risiko, danebenzuschießen und wertvolle Kugeln zu verschwenden, machen daraus einen Survival-Simulator, in dem der Spieler ganz sicher nicht an der Spitze der Nahrungskette steht. Das Spiel gehört verdient auf Listen der besten Survival-Spiele – auch auf unsere Auswahl der besten Survival-Spiele für PS4 und PS5. Am besten spielst du im Sommer, sonst erfrierst du noch. Natürlich nur im Spiel.
Winter Survival
Koop: keiner
Jagdmechaniken: Tiere aufspüren, sich an Beute heranschleichen, Fallen stellen, Raubtieren ausweichen, Kleidung aus Tierhäuten herstellen
Besonderheiten: geistige Gesundheit erhalten, aggressive Raubtiere, Unterkünfte bauen
Highlights: die Atmosphäre eines packenden Psychothrillers, schleichender Wahnsinn, Parkour
Für wen geeignet: Spieler, die ein nachsichtigeres und actionreicheres Survival-Erlebnis suchen als in The Long Dark
Winter Survival lehnt sich stark an The Long Dark an, geht aber etwas gnädiger mit dir um. Wie der Titel schon andeutet, handelt es sich um ein weiteres Survival-Spiel, das unter brutalen Winterbedingungen spielt. Dabei findet es eine Balance zwischen dem harten Realismus von The Long Dark und moderneren, actionorientierten Spielmechaniken. Eiseskälte, Hunger, die Jagd auf Kleintiere mit Fallen und äußerst aggressive Raubtiere gibt es weiterhin, doch das Überleben ist letztlich weniger gnadenlos. Du kannst Unterstände bauen, Klippen erklimmen und bei Gefahr davon sprinten. Das besondere Merkmal von Winter Survival ist sein geistiges Gesundheitssystem: Einsamkeit, Kälte und Verletzungen treiben den Protagonisten allmählich in den Wahnsinn und lösen Halluzinationen aus, die seine tiefsten Ängste verkörpern. Das Spiel dürfte nicht nur Jagdfans ansprechen, sondern auch alle, die psychologische Thriller mögen.
Far Cry: Primal
Koop: keiner
Jagdmechaniken: Tiere anhand hervorgehobener Spuren verfolgen, Bestien zähmen, offene Kämpfe gegen legendäre Tiere
Das Besondere: Tiere zähmen und als Begleiter einsetzen, Jagd mit primitiven Waffen, Steinzeit-Ästhetik
Highlights: Mammuts jagen wie einst die Vorfahren
Für wen: Fans rasanter Jagd ohne übertriebenen Realismus oder Hardcore-Mechaniken
Far Cry: Primal ist die Steinzeit – im wahrsten Sinne des Wortes. Und nein, das ist keine Beleidigung für Ubisoft, das leidgeprüfte Studio hinter dem Spiel. Im Gegenteil: Primal war ein mutiges Experiment für die Far-Cry-Reihe und versetzte Spieler aus der modernen Welt in die Vorgeschichte. Was machten die Menschen damals? Sie jagten und sammelten, wie es in den Geschichtsbüchern steht. Kein Wunder also, dass die Jagd zu den zentralen Spielmechaniken gehört. Manchmal jagst du feindliche Menschen, häufiger aber verfolgst du Pflanzenfresser, um deine Ausrüstung zu verbessern, oder legst dich mit Raubtieren wie Wölfen und Bären an. Diese jagst du nicht nur wegen ihrer Felle – viele lassen sich auch zähmen, sodass du sogar einen Säbelzahntiger als Begleiter rekrutieren kannst. Wie der Rest der Far-Cry-Reihe setzt Primal weniger auf akribisches Fährtenlesen und realistische Ballistik als auf zugängliche Kämpfe und intensive Begegnungen mit riesigen Raubtieren. Auch das Überleben ist deutlich verzeihender als in Spielen wie The Long Dark: Mit etwas Durchhaltevermögen fühlst du dich schnell wie der ultimative Jäger der Steinzeit.
Ranch Simulator: Build, Hunt, Farm
Koop: bis zu 4 Spieler
Jagdmechaniken: windabhängige Schussballistik, Schlachtkörper zerlegen, Fleisch zur Lagerung oder zum Verkauf transportieren
Das Besondere: eine Mischung verschiedener Spielsysteme, Wild mit Fahrzeugen abtransportieren, Koop mit verteilten Rollen
Highlights: Jagd zur Verteidigung – nachts können Raubtiere deinen Hühnerstall überfallen
Für wen: Fans entspannter Simulationen, die von allem etwas bieten: Jagd, Bauen und Landwirtschaft
Ranch Simulator ist ein ungewöhnlicher Genremix. Es ist kein klassischer Bausimulator, auch wenn sich die Geschichte um den Wiederaufbau einer alten Familienranch dreht. Ein reines Landwirtschaftsspiel ist es ebenfalls nicht, obwohl du Kühe kaufen und Hühnerställe bauen musst. Und auch ein ausgewiesener Jagdsimulator ist es nicht, obwohl die Jagd und die Fleischverarbeitung wesentliche Bestandteile des Spielerlebnisses sind. Ranch Simulator ist vor allem eine Ranchbesitzer-Simulation und bietet entsprechend von allem etwas. Die Jagd steht nicht im Mittelpunkt, sondern dient dazu, dich zu ernähren und das Startkapital für den Ausbau deiner Ranch zu verdienen. Fleisch und Felle lassen sich verkaufen, während die Schussmechanik ziemlich arcadig bleibt: Entscheidend ist, den Treffer zu landen; Wind und realistische Ballistik spielen kaum eine Rolle. Auch die Survival-Elemente sind vereinfacht – solange du nicht verhungerst, dreht sich das meiste um den Umgang mit Geld und Ressourcen. Ein großer Teil des Spiels besteht aus alltäglichen Abläufen, wie man sie aus solchen Spielen kennt: „Hirsch jagen, nach Hause fahren, zerlegen, Fleisch verkaufen, Hühner kaufen.“ Außerdem gibt es Koop für bis zu vier Spieler. Das beschleunigt den Fortschritt, erleichtert die Abwehr von Raubtieren und macht das Ganze einfach unterhaltsamer.
Green Hell
Koop: bis zu 4 Spieler
Jagdmechaniken: Beute anhand von Geräuschen aufspüren, Schlingen herstellen, mit primitiven Waffen jagen
Das Besondere: ständiges Gefühl der Schutzlosigkeit gegenüber Raubtieren, realistisches Medizinsystem, Atmosphäre eines tropischen Albtraums
Highlights: brutal gnadenloses Überleben mit primitiven Werkzeugen und einer erbarmungslosen Natur
Für wen: Verrückte, die nicht nur im echten Leben, sondern auch in Spielen leiden wollen. Und Fans knallharter Survival-Spiele (siehe vorherigen Satz)
Du denkst, der Titel Green Hell sei nur eine dramatische Metapher? Falsch gedacht. Dieses Spiel ist einer der kompromisslosesten und brutalsten Survival-Simulatoren der Branche. Das Überleben wird hier auf die Spitze getrieben und verlangt absolute Konzentration sowie Aufmerksamkeit für jedes noch so kleine Detail. Gestrandet im Amazonas-Regenwald musst du mehr tun, als nur deinen Hunger zu stillen – du musst auch Proteine, Fette und Kohlenhydrate im Gleichgewicht halten. Iss rohes Fleisch, bekommst du Parasiten und leidest anschließend unter geistigem Verfall. Jederzeit kannst du einer Schlange, einem Jaguar oder einem kannibalischen Stammeskrieger begegnen. Du musst deinen Körper ständig untersuchen, um Blutegel zu entfernen oder infizierte Wunden auszubrennen. Im Koop könnt ihr gemeinsam ums Überleben kämpfen und die Aufgaben in der Gruppe aufteilen. Bei der Jagd kommen Fallen, improvisierte Bögen und Speere zum Einsatz. In dem dichten Dschungel ist Beute unglaublich schwer zu entdecken – oft kannst du Tiere nur anhand ihrer Geräusche aufspüren. Das Spiel zwingt dich, für dein Überleben jede Sentimentalität abzulegen. Du magst Wasserschweine? Das glauben wir dir. Aber weißt du auch, wie sie schmecken? Hoffentlich nicht. Green Hell ist gnadenlos genug, dich ein Wasserschwein mit dem Bogen erlegen, häuten und über dem Lagerfeuer braten zu lassen.
Monsterjagd-Spiele
Monsterjagd-Spiele verdienen eine eigene Erwähnung. Auch wenn es dabei nicht im wörtlichen Sinne um die traditionelle Jagd geht, sind viele ihrer Kernelemente – etwa das Aufspüren und Verfolgen von Beute – dennoch vorhanden. Nur ist das Ziel kein echtes Tier, sondern ein fantastisches Geschöpf. Diese Spiele haben sich praktisch zu einem eigenen Subgenre entwickelt, das als „Hunter Action“ bekannt ist. In diesem Bereich dominieren japanische Entwickler, insbesondere Capcom, das Studio hinter der Monster-Hunter-Reihe.
Monster Hunter: Wilds
Koop: bis zu 4 Spieler
Jagdmechaniken: Monsterspuren verfolgen, Kampftaktiken anpassen, Bosskämpfe mit Nahkampfwaffen und Bögen, Schwachstellen gezielt angreifen, Verbesserungen aus erbeuteten Materialien herstellen
Das Besondere: riesige Auswahl gigantischer Monster mit einzigartigen Eigenschaften und Schwächen, nahtlose offene Welt
Highlights: Umgebungsinteraktionen während der Kämpfe, Monster, die gegeneinander kämpfen, Wetter, das das Verhalten der Monster beeinflusst
Für wen: Spieler, die rasante Bosskämpfe mögen und ihre Taktik an jeden Gegner anpassen wollen
Monster Hunter: Wilds zählt zu den stärksten Teilen der Monster-Hunter-Reihe. Während klassische Jagdsimulatoren darauf setzen, echte Tiere geduldig und systematisch aufzuspüren, geht die Jagd hier schnell und intensiv vonstatten und dreht sich um gigantische Fantasy-Kreaturen mit einzigartigen Fähigkeiten. Das Aufspüren ist stark vereinfacht; im Mittelpunkt stehen lange Kämpfe gegen Monster, die je nach Gesundheit des Geschöpfs und wie konsequent du seine Schwachstellen triffst, eine ganze Weile dauern können. Warum die Monster überhaupt töten? Um ihnen Materialien abzunehmen, stärkere Ausrüstung herzustellen und anschließend noch gefährlichere Bestien zu jagen. Ja, der Spielablauf ist ziemlich geradlinig: aufspüren, töten, herstellen, wiederholen. Doch diese Einfachheit wird durch eine riesige, nahtlose Welt, tiefgründige und abwechslungsreiche Kämpfe mit einem gewaltigen Waffenarsenal, ein lebendiges Ökosystem mit kämpfenden Monstern, dynamisches Wetter und Interaktionen mit der Umgebung während der Kämpfe ausgeglichen. Das Spiel bietet ordentlich Grinden, reichlich Action und einen lebhaften Mehrspielermodus, in dem sich Spieler zusammentun und ihre Rollen im Kampf aufteilen können, um gemeinsam riesige Monster zu erlegen.
Monster Hunter: World
Koop: bis zu 4 Spieler
Jagdmechaniken: Jagden vorbereiten, Monster anhand ihrer Spuren und ihres Geruchs aufspüren, Bosskämpfe, Ausrüstung aus erbeuteten Trophäen herstellen
Das Besondere: zerstörbare Monsterteile, Interaktionen mit der Umgebung während der Kämpfe
Highlights: lebendige Ökosysteme, Interaktionen zwischen Monstern, lange Bosskämpfe
Für wen: Spieler, die einzigartige riesige Monster, rasante Action und den perfekten Build lieben
Vor Monster Hunter: World galt die Monster-Hunter-Reihe als Nischentitel und sprach vor allem japanische Spieler an, insbesondere Fans eines gnadenlosen Schwierigkeitsgrads. Monster Hunter: World brachte die Reihe in den globalen Mainstream, indem es den Einstieg erleichterte und gleichzeitig den Umfang massiv vergrößerte. Das Ergebnis war ein kommerziell erfolgreiches Actionspiel, in dem die Jagd zu einem spektakulären Duell zwischen Spielern – allein oder in Viererteams – und gigantischen Monstern wurde. Wenn du dich für gute Koop-Spiele interessierst, schau dir unsere Liste der besten Koop-Spiele an.
Der Protagonist hat keine eigenen Grundwerte; alles hängt von den Waffen und der Rüstung ab, die du für die jeweilige Jagd auswählst. Zur Vorbereitung auf den Kampf gehört sogar die Wahl der richtigen Mahlzeit, denn jedes Gericht verleiht Boni auf Ausdauer, Gesundheit oder Elementarwiderstand. Leuchtkäfer helfen dabei, Monsterspuren zu finden. Danach kämpfst du direkt gegen das Biest, trennst Körperteile ab, um es zu schwächen und seltene Ressourcen zu sammeln. Auch die Umgebung lässt sich offensiv nutzen – etwa indem du eine Höhlendecke auf ein Monster einstürzen lässt oder dich von einer Felskante auf seinen Rücken stürzt, um den Kampf in ein Rodeo zu verwandeln. Die Ausrüstung lässt sich praktisch endlos mit Materialien von Monstern verbessern. Damit ist das Spiel ideal für Jäger, denen realistische Simulatoren zu wenig Handwerk und das befriedigende Gefühl von Stärke bieten, das ein perfekt optimierter Build vermittelt.
Wild Hearts
Koop: bis zu 3 Spieler
Jagdmechaniken: Kampfvorbereitung, Bau von Mechanismen während der Kämpfe, Anvisieren von Schwachstellen, Sammeln von Trophäen
Was das Spiel besonders macht: riesige Monster, inspiriert von japanischer Folklore, wandelbare Waffen, schnelle Konstruktionen
Highlights: Geräte mitten im Kampf bauen, mittelalterliche japanische Ästhetik
Für wen es geeignet ist: Spieler, die neben der Jagd auch rasante Baumechaniken mögen
Angesichts des Erfolgs von Monster Hunter finanzierte Electronic Arts einen eigenen Actiontitel rund ums Jagen: Wild Hearts. Wie gehabt jagen Spieler riesige Monster – sogenannte Kemono –, bereiten sich in lokalen Gaststätten sorgfältig auf den Kampf vor und schneiden besiegten Kreaturen gewaltige Körperteile als Handwerksmaterialien ab. Und genau wie in Monster Hunter schlagen die Beutetiere heftig zurück. Die Monster verkörpern Naturgewalten und sind stark von japanischer Folklore geprägt. Der entscheidende Unterschied zu Monster Hunter ist das Karakuri-System: Damit lassen sich Mechanismen und allerlei Gadgets direkt im Kampf blitzschnell errichten. Brauchen Sie Schutz vor einem anstürmenden Boss? Bauen Sie eine Mauer. Fliegt das Monster oder ist es zu hoch, um es zu erreichen? Errichten Sie ein Sprungbrett, um sich in die Luft zu katapultieren. Wollen Sie Ihre Waffe entzünden? Bauen Sie eine Fackel. Karakuri verleiht den Kämpfen eine taktische Ebene und sorgt für deutlich abwechslungsreichere Begegnungen. Außerdem können Spieler dauerhafte Strukturen wie Lager, Seilrutschen und Türme errichten und so feindselige Gebiete nach und nach in effiziente Jagdreviere verwandeln. Wild Hearts fühlt sich schneller und aggressiver an als Monster Hunter und ist damit eine hervorragende Wahl für Fans dynamischer Monsterjagden – besonders im Koop. In Dreierteams können sich Jäger nicht nur im Kampf unterstützen, sondern auch große Verteidigungsanlagen errichten, von denen die ganze Gruppe profitiert.
Hunt: Showdown 1896
Koop: bis zu 3 Spieler
Jagdmechaniken: Hinweise sammeln, um den Aufenthaltsort eines Bosses einzugrenzen, den Boss bekämpfen, sich gegen rivalisierende Spieler verteidigen
Was das Spiel besonders macht: Orientierung über Geräusche, Konkurrenz mit anderen Jägern, permanenter Tod, authentische Waffen aus der Epoche
Highlights: Wettstreit mit anderen Jägern, Atmosphäre des „Gothic South“
Für wen es geeignet ist: risikofreudige Spieler, die nicht nur gegen Monster, sondern auch gegen andere Jäger antreten wollen
Hunt: Showdown 1896 verbindet auf einzigartige Weise Horror, Western und kompetitiven PvPvE-Shooter – angesiedelt im „Gothic South“ des Amerika des späten 19. Jahrhunderts. Sie spielen einen Jäger, der in den Sümpfen Louisianas Monster aufspürt. Im Kern geht es darum, Hinweisen zu folgen, das Versteck einer Kreatur zu finden, sie zu töten, das Kopfgeld einzusammeln und lebend von der Karte zu entkommen. Auf dem Papier klingt das simpel. In Wirklichkeit sind die furchterregendsten Monster nicht die Sumpfkreaturen, sondern die anderen Jäger, die Ihnen nur zu gern in den Rücken schießen oder Sie am Fluchtpunkt überfallen. Den Boss zu töten ist nur die halbe Miete – anschließend müssen Sie sich noch gegen rivalisierende Spieler behaupten, die Ihre Belohnung stehlen wollen. Dank des herausragenden Sounddesigns kann selbst ein knackender Zweig unter Ihren Füßen Ihre Position verraten. Die Waffen passen zur Epoche: Schusswaffen sind langsam, und jeder Fehlschuss kann tödlich sein. Der Tod ist endgültig: Verlieren Sie einen Jäger, verlieren Sie auch seine gesamte Ausrüstung. Ein Mitspieler ist eine enorme Hilfe, und im Koop macht das Spiel zu zweit oder zu dritt sowohl mehr Spaß als auch weniger Schwierigkeiten. Wer es wirklich kompromisslos mag, kann sich jederzeit für den Modus „Solo gegen Teams“ entscheiden. Fans von Hunt: Showdown suchen den Nervenkitzel einer Jagd mit hohem Einsatz und verlassen sich ebenso sehr auf ihr Gehör wie auf ihre Treffsicherheit.
BIGFOOT
Koop: bis zu 4 Spieler
Jagdmechaniken: Ortungsgeräte und Fallen für Bigfoot aufstellen, Hinweise sammeln, um das Suchgebiet einzugrenzen, direkte Konfrontationen mit dem Gegner
Was das Spiel besonders macht: Bigfoot selbst spielen können, Jagd mit Gadgets, erhöhte Gefahr bei Nacht
Highlights: Bigfoot gemeinsam aufspüren
Für wen es geeignet ist: Fans von nervenaufreibenden Koop-Horrorspielen und Bigfoot-Mythen
Sorry, Bigfoot, aber wir glauben nicht wirklich an deine Existenz. Deshalb ordnen wir die Jagd auf dich in BIGFOOT dem Fantasy-Genre zu. BIGFOOT ist ein Koop-Horrorsimulator, in dem Spieler als Jäger in den Wäldern Nordamerikas Bigfoot aufspüren und fangen wollen. Das Spiel ist auf Koop für vier Spieler ausgelegt, die jeweils unterschiedliche Rollen im Team übernehmen. Wenn Sie Dead by Daylight oder Friday the 13th: The Game gespielt haben, werden Ihnen die grundlegenden Mechaniken schnell vertraut sein. Bigfoot übernimmt im Grunde die Rolle von Jason Voorhees: Zuerst müssen Sie ihn mit Wildkameras, Überwachungsausrüstung und Köderfallen aufspüren. Anschließend suchen Sie nach Fußspuren und Überresten seiner Opfer, um das Gebiet einzugrenzen, bevor Sie ihn schließlich gemeinsam angreifen. Der Haken: Aus der Beute kann schnell der Jäger werden. Bigfoot ist aggressiv, schnell und unglaublich stark. Er kann Kameras zerstören, die Türen von Unterkünften einschlagen und Spieler in den Wald verschleppen. Außerdem gibt es einen Modus, in dem ein Spieler Bigfoot direkt steuert – so wird die Jagd zu einem asymmetrischen Horrorerlebnis.
Horizon Zero Dawn
Koop: keiner
Jagdmechaniken: Kreaturen anhand ihrer Spuren verfolgen, Fallen stellen, Schwachstellen anvisieren, Maschinen zähmen, Ausrüstung mit erbeuteten Materialien verbessern
Was das Spiel besonders macht: eine riesige Auswahl an Gegnern und Waffen, groß angelegte Kämpfe, die taktische Planung erfordern
Highlights: Sci-Fi-Ästhetik, die charismatische rothaarige Protagonistin Aloy
Für wen es geeignet ist: Spieler, die gern Schwachstellen von Gegnern anvisieren und für jeden Kampf die passende Munition wählen
Horizon Zero Dawn wirkt wie eine Mischung aus Far Cry: Primal und Monster Hunter. Die Geschichte versetzt uns ebenfalls in eine Art Steinzeit – allerdings entstand diese nach einer globalen Katastrophe. Statt Mammuts und Säbelzahntiger zu jagen, spüren Sie Roboterkreaturen auf: mechanische Mammuts und Raubmaschinen mit primitiver Intelligenz, die das Verhalten wilder Tiere nachahmen. Ähnlich wie in Primal ist die Jagd unerlässlich, um wertvolle Ressourcen zum Überleben zu sammeln. Kreaturen lassen sich außerdem zähmen und zu Begleitern machen. Ein spezielles Gerät namens Fokus zeigt Spuren an und markiert Schwachstellen an den Körpern von Gegnern – eine deutliche Anspielung auf Monster Hunter. Sie können Kämpfe mit wildem Dauerfeuer erzwingen oder gezielt verwundbare Stellen treffen und Gegner mit wenigen präzisen Schüssen zu Schrott verarbeiten. Größere Gegner erfordern echtes taktisches Geschick und eine gute Vorbereitung. Dazu kommen verschiedene Elementarschadensarten, Fallen, Schleichmechaniken und abwechslungsreiche Kämpfe. Das Ergebnis ist ein packendes Actionspiel, in dem sich die Jagd spannend statt mühsam anfühlt und sowohl Ihre Reflexe als auch Ihr strategisches Denken ständig auf die Probe stellt.
Welche AAA-Spiele haben Ihrer Meinung nach das beste Jagderlebnis?
Jagdspiele in offenen Welten
In diesem Abschnitt geht es um Jagdspiele, die keine besonders detailgetreue oder vollständig realistische Jagdsimulation anstreben. Es handelt sich schlicht um Open-World-Spiele mit Jagdmechaniken und nicht um anspruchsvolle Jagdsimulatoren. Im Mittelpunkt stehen Action und Unterhaltung: Die Spiele sind nachsichtiger, temporeicher und kümmern sich deutlich weniger um Dinge wie die Wahl des Kalibers, Ballistik oder das sorgfältige Lesen von Spuren. Wenn Sie Open-World-Spiele generell mögen, werfen Sie auch einen Blick auf unsere Liste der besten Open-World-Spiele.
WolfQuest: Anniversary Edition
Koop: bis zu 8 Spieler
Jagdmechaniken: Beute anhand von Geruch und Spuren verfolgen, schwache Ziele auswählen, mit Bissen und Festhalten angreifen, große Beutetiere durch Verfolgung erschöpfen
Was das Spiel besonders macht: realistische Darstellung der „Wolfsregeln“, einschließlich der Verteidigung erlegter Beute gegen Rivalen
Highlights: im Koop ein Wolfsrudel bilden
Für wen es geeignet ist: Spieler, die das Leben als Raubtier statt als Jäger erleben möchten
WolfQuest: Anniversary Edition begann vor allem als lehrreiches Wissenschaftsspiel: Mitarbeiter des Yellowstone-Nationalparks taten sich mit den Entwicklern zusammen, um eine realistische Simulation des Lebens eines wilden Wolfs zu erschaffen. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen: ein Spiel, in dem die Jagd keine Unterhaltung, sondern harte Notwendigkeit ist, denn ums Überleben geht es nach den Gesetzen der Wildnis. Sie spielen einen Wolf, der jagen muss, um zu überleben und seine Welpen zu ernähren. Statt Gewehren stehen Ihnen Fangzähne und Nahkampf zur Verfügung – und jeder Kampf birgt das Risiko schwerer Verletzungen oder des Todes. Zunächst müssen Sie Beute anhand von Geruchsspuren verfolgen, die durch die Luft ziehen. Dann wenden Sie allein oder mit einem Rudel – das sich gemeinsam mit anderen Spielern bilden lässt – klassische Wolfstaktiken an: Isolieren Sie das schwächste Tier der Herde, packen Sie es und halten Sie es fest, bis es vor Erschöpfung zusammenbricht. Nach dem Erlegen müssen Sie den Kadaver noch gegen Aasfresser und rivalisierende Raubtiere verteidigen. Das ist ein tolles Beispiel dafür, wie ernsthafte Wissenschaft und Spieldesign einander ergänzen können.
Carnivores: Dinosaur Hunter
Koop: keiner
Jagdmechaniken: Waffenauswahl, Spurenlesen mit dem Fernglas, vorsichtiges Anschleichen an Dinosaurier, gezielte Schüsse auf verwundbare Stellen
Das Besondere: Dinosaurier als Jagdbeute, hohe Strafen für Fehler, Dinosaurier mit fortschrittlicher KI
Highlights: Vom Jäger zur Beute wird man im Nu – Dinosaurier sind stark und können dich aus großer Entfernung entdecken
Für wen geeignet: Fans von Science-Fiction-Atmosphäre, Dinosauriern und klassischen Jagdspielen
Das Original Carnivores erschien 1998, auf dem Höhepunkt des Dinosaurier-Booms in Videospielen. Carnivores: Dinosaur Hunter ist ein modernes Remaster dieses Titels und versetzt dich auf einen weit entfernten Planeten, der von Dinosauriern bewohnt wird. Getreu dem Geist der Spiele aus den späten 90ern verschwendet Carnivores keine Zeit damit, zu erklären, warum du überhaupt Dinosaurier jagst. Hier ist ein Gewehr oder eine Armbrust – los geht’s. Die Jagd fühlt sich eher wie eine gefährliche Safari an, ist aber alles andere als ein lockerer Spaziergang. Du bekommst es mit 15 Dinosaurierarten zu tun, von kleinen Pflanzenfressern bis hin zu gewaltigen Tyrannosauriern. Ein Biss genügt, und du landest wieder am letzten Kontrollpunkt. Dinosaurier hören deine Schritte und können dich aus der Ferne riechen. Deshalb wirst du viel geduckt durchs Gebüsch schleichen und dich vorsichtig bewegen – ganz wie in ernsthaften Jagdsimulationen. Um einen Tyrannosaurier zu töten, musst du ihm präzise ins Auge schießen. Andernfalls machst du ihn nur richtig wütend. Wenn dir das Glück hold ist, schmückt deine Trophäe am Ende den Saal an Bord deines Raumschiffs. Und wenn stattdessen der Dinosaurier Glück hat … nun, das gehört zum Erlebnis dazu. So oder so bleibt Carnivores ein atmosphärisches Jagdspiel, das weder in übertriebenen Realismus noch in Arcade-Einfachheit verfällt.
The Isle
Koop: Mehrspieler
Jagdmechaniken: Beute anhand von Blut- oder Futtergeruch aufspüren, auflauern, Nahkampfangriffe
Das Besondere: Deinen Charakter vom Schlüpfling zum ausgewachsenen Dinosaurier heranziehen, Kommunikation zwischen Dinosauriern über Geräusche
Highlights: Mehrspieler-Survival und PvP
Für wen geeignet: Fans von Hardcore-Mehrspieler-Survivalspielen und Dinosauriern
Das Dinosaurier-Thema setzt sich im knallharten Survival-Simulator The Isle fort. Hier jagst du keine Dinosaurier – du bist selbst einer. Spieler können sich auch dafür entscheiden, als Menschen oder Mutanten zu spielen, die auf einer Insel voller prähistorischer Raubtiere ums Überleben kämpfen. Spielst du als Dinosaurier, wählst du zunächst eine Art und durchlebst anschließend den gesamten Lebenszyklus des Tieres – von der Geburt bis zum Tod. Ob du überlebst, hängt allein von deinem Können ab. Das Besondere daran: Jagen und Überleben sind untrennbar miteinander verbunden, und jeder Dinosaurier, dem du begegnest, wird von einem echten Spieler gesteuert. Im Kern ist The Isle ein Mehrspieler-Survival-Erlebnis, und allein das macht jede Begegnung unberechenbar.
Raubtiere können Blut und Aas wittern, Beute aus dem Gebüsch verfolgen und aus dem Hinterhalt angreifen. Das Kampfsystem umfasst realistische Blutungen und Knochenbrüche: Vielleicht besiegst du einen Gegner, verblutest aber kurz darauf selbst. Der Hardcore-Aspekt zeigt sich im permanenten Tod: Stirbt dein Dinosaurier, ist die Figur, die du stundenlang großgezogen hast, für immer verloren, und du fängst von vorn an. Im Mehrspieler können sich außerdem ganze Dinosaurierclans bilden, gemeinsam auf die Jagd gehen und sogar Familien gründen und Nachwuchs aufziehen, der von anderen Nutzern gespielt wird.
Spiele mit Speerfischen
Speerfischen ist in Videospielen ein äußerst seltenes Thema. Die meisten von uns verbinden das Fangen von Fischen mit gewöhnlichem Angeln. Speerfischen mag deutlich einfacher erscheinen als die Jagd an Land: Wenn du statt eines Gewehrs eine Harpune benutzt, musst du dir keine Gedanken über Lärm, Geruch, Kaliber oder Ballistik machen. Dafür besteht immer die Gefahr zu ertrinken. Und anders als bei der traditionellen Jagd kannst du deinen treuen Jagdhund ganz sicher nicht mit unter Wasser nehmen.
Dave the Diver
Koop: keiner
Jagdmechaniken: Harpunenschüsse, Minispiele zum Fischfang, begrenzter Sauerstoffvorrat
Das Besondere: Eine Kombination aus Wirtschaftssimulation und Unterwasserjagd
Highlights: Kämpfe gegen Riesenkalmare und lockerer Humor
Für wen geeignet: Für alle, die entspannen möchten
Stell dir vor, du besitzt eine Sushi-Bar. Woher bekommst du den Fisch für deine Gerichte? Im echten Leben wäre die naheliegende Antwort: Du kaufst ihn. In Dave the Diver fängst du ihn jedoch selbst. Tagsüber tauchst du und jagst Fische, abends bereitest du deinen Fang für die Gäste zu. Kleine Fische kannst du mit einer Harpune fangen, die mit verschiedenen Spitzen ausgestattet werden kann. Für größere Beute brauchst du Unterwassergewehre, Betäubungsmittel oder Netzwerfer. Die Fangmethode ist wichtig, denn die Fleischqualität beeinflusst die Bewertungen der Gäste. Einen seltenen Hai gefangen? Daraus lässt sich Premium-Sushi machen, das ordentlich Geld einbringt. Damit es abwechslungsreich bleibt, schickt das Spiel dir gelegentlich riesige Meereswesen entgegen und zwingt dich, Begegnungen taktischer anzugehen. Wenn du also Wälder und Hirsche satt hast, schnapp dir deine Tauchausrüstung und geh mit Dave the Diver auf Tauchgang. Und wenn du nach weiteren lockeren Spielen suchst, wirf einen Blick auf unsere Liste der besten Gelegenheitsspiele.
Depth Hunter 2: Deep Dive
Koop: keiner
Jagdmechaniken: Apnoetauchen mit kontrollierter Atmung, Jagd mit der Harpunenpistole, lautlose Bewegung unter Wasser
Das Besondere: Viele Aktivitäten jenseits der Jagd, darunter Schatzsuche und Unterwasserfotografie
Highlights: Apnoetauch-Mechaniken und ein umfangreiches Fischlexikon
Für wen geeignet: Fans von Speerfischen, Tauchen und meditativen Spielen
Depth Hunter 2: Deep Dive geht deutlich ernster zu Werke als Dave the Diver. Das ruhige, realistische Speerfisch-Simulationsspiel dreht sich um Apnoetauchen – also Tauchen ohne Atemgerät. Riesenkalmare gibt es hier nicht, sondern echte Fischarten und authentische Ausrüstung. Ein Survival-System mit Hunger oder Crafting fehlt; die Herausforderung besteht stattdessen darin, den Sauerstoff streng einzuteilen. Bleibst du nur ein wenig zu lange unter Wasser oder bewegst dich im falschen Moment zu hektisch, geht dir plötzlich die Luft aus. Das Gefühl des Drucks unter Wasser wird hervorragend vermittelt. Fische sind vorsichtig und lassen sich leicht verschrecken. Deshalb musst du dich langsam und behutsam nähern und Felsen sowie den Unterwassergrund als Deckung nutzen. Auch das Zielen ist schwierig: Eine Harpune fliegt viel langsamer als eine Kugel, und du musst deutlich näher an dein Ziel heran. Da es im Spiel aber nicht ums Überleben geht, kannst du dir einfach Zeit lassen und die Aussicht genießen. Alles dreht sich um Atemkontrolle, Präzision und die Schönheit der Unterwasserwelt.
Klassische Jagdspiele
Erfahrene Fans von Jagdspielen würden es uns nie verzeihen, wenn wir die Klassiker ausließen. Natürlich war der Realismus in älteren Jagdspielen eher begrenzt. Aber denk daran: Diese Titel wurden zu Klassikern, als die Pixel auf dem Bildschirm praktisch so groß waren wie die Enten selbst. Trotzdem machen sie noch immer jede Menge Spaß und können sogar deine Reflexe und dein Zielen verbessern. Außerdem eignen sich diese Spiele perfekt für leistungsschwache PCs und Laptops. Wenn das für dich wichtig ist, schau dir unsere Liste der Spiele für schwache PCs an.
Hunting Unlimited 2010
Koop: keiner
Jagdmechaniken: Tiere anhand ihrer Spuren verfolgen, fortgeschrittene Schusssimulation, Trophäensammlung
Das Besondere: Fahrzeuge zur Erkundung der Karten, abwechslungsreiche Jagdgebiete, Missionseditor
Highlights: Eine riesige Auswahl an Herausforderungsmissionen, bei denen bestimmte Tiere auf bestimmte Weise erlegt werden müssen
Für wen geeignet: Spieler, die lieber schnell zum Schuss kommen, statt lange Spuren zu verfolgen
Zu seiner Zeit war die Hunting-Unlimited-Reihe der größte Konkurrent der Cabela’s-Spiele. Entwickelt wurde sie von SCS Software, dem Studio, das später mit Euro Truck Simulator bekannt wurde. Hunting Unlimited 2010 gehört eindeutig zur „alten Schule“ der Jagdsimulationen: Im Mittelpunkt stehen Abwechslung und unmittelbare Action statt Hardcore-Realismus oder detaillierter Simulation. Die Jagd geht flott vonstatten – du musst keine Stunden damit verbringen, Spuren zu studieren oder Fallen aufzustellen. Wähle einfach eine Mission, eine Tierart und einen Ort aus, und das Spiel setzt dich fast sofort in die Nähe deiner Beute. Dann – Peng! – schon ist die nächste Trophäe bereit für die Wand.
Das Gameplay ist einfach, aber nicht anspruchslos. Es stehen mehr als 30 Waffen zur Verfügung, darunter Gewehre, Bögen und sogar Revolver. Außerdem gibt es Quads und Pferde zur Fortbewegung. Vor einem Schuss kannst du den Atem anhalten, und ein Missionseditor ermöglicht es dir sogar, Tiere auf der Karte zu platzieren und so dein ideales Jagdszenario zu gestalten. Dazu kommt eine große Auswahl an Minispielen und besonderen Herausforderungen. In einer Mission musst du zum Beispiel zwei Bären ausschließlich mit einem Revolver erlegen – so wird die Jagd zu einer Art Rätsel. So waren die alten Jagdspiele: schnell, unkompliziert und auf so ziemlich allem spielbar – wahrscheinlich sogar auf einem Taschenrechner.
Duck Hunt
Koop: für 2 Spieler
Jagdmechanik: Peng, peng, peng — daneben! [höhnisches He-he-he]
Das Besondere: Unterstützung für Lichtpistolen und stetig steigender Schwierigkeitsgrad
Highlights: der selbstgefällige Hund, der über deine Fehlschüsse lacht
Für wen: für alle, die Retrospiele lieben, die 8-Bit-Ästhetik vermissen, Omas Pfannkuchen mit Butter und Zucker mögen und sich nach ihrer Kindheit sehnen
Na los, gebt’s zu — wer von euch erinnert sich noch an die Zeit, als man mit einer Plastik-Lichtpistole direkt auf einen klobigen Röhrenfernseher schießen konnte? Ach, das waren Zeiten. Heutzutage würde kaum jemand glauben, dass es so eine Technik tatsächlich einmal gab. Lichtpistolen sind zwar nie ganz verschwunden, haben aber definitiv ihren großen Auftritt hinter sich. Wer mit dem Dendy aufgewachsen ist — dem berühmten NES-Klon aus der Grauzone — kennt Duck Hunt aber garantiert. Eine offene Welt oder ausgefeilte Spurensuche gibt es hier nicht: Nur einen Bildschirm mit pixeligen Büschen, hinter denen Enten hervorgeflogen kommen. Deine Aufgabe ist simpel: Erleg die Enten, bevor sie vom Bildschirm verschwinden. Mit jedem Level wird das Tempo höher, und für jede Ente hast du nur drei Schüsse. Gehen alle daneben, fliegt sie davon. Dann kommt der Moment, an den sich jeder erinnert: Der selbstgefällige Hund lugt aus den Büschen hervor und lacht dich aus. Dieses Lachen wurde zum Meme, lange bevor es überhaupt Internet-Memes gab. Und irgendwann willst du beim nächsten Mal, wenn du es hörst, mit etwas auf den Bildschirm schießen, das ein bisschen gefährlicher ist als eine Plastikspielzeugpistole.
Das Spiel macht Spaß, schult überraschend gut die Reflexe und eignet sich perfekt, um mit einem Kind zu spielen: Eine Person schießt, während die andere mit dem Controller die Flugbahn der Ente steuert. Leider funktioniert die originale Lichtpistole nicht mit modernen Bildschirmen. Für das richtige Duck-Hunt-Erlebnis brauchst du also entweder einen alten Röhrenfernseher oder eines der modernen Remakes.
Big Buck Hunter Arcade
Koop: für bis zu 2 Spieler
Jagdmechanik: Tiere abschießen, die gegen die Zeit über den Bildschirm laufen
Das Besondere: temporeiches Gameplay, Schießen aus der Hüfte und Unterstützung für Lichtpistolen
Highlights: die Arcade-Automaten-Wurzeln
Für wen: für alle, die einfach mit Freunden Spaß haben wollen und die Jagd nicht allzu ernst nehmen
Big Buck Hunter Arcade ist ein echtes Relikt aus einer anderen Zeit. Das Spiel ist eine PC- und Konsolenportierung eines Arcade-Automaten, der in den USA so beliebt wurde, dass dort bis heute regionale und sogar nationale Turniere stattfinden. Im Grunde handelt es sich um einen Schießstand auf Schienen — kaum etwas könnte weiter von einer Hardcore-Jagdsimulation entfernt sein. Trotzdem macht das Spiel unglaublich viel Spaß und stellt deine Zielgenauigkeit und Reflexe auf die Probe. Tiere wie Elche und Antilopen flitzen über den Bildschirm. Du musst — allein oder im direkten Wettstreit mit einer zweiten Person — innerhalb des Zeitlimits alle Männchen erlegen und die Weibchen verschonen.
Die Schießmechanik ist simpel und arcadig: Wind, Ballistik und realistischer Umgang mit Waffen spielen keine Rolle. Trotzdem kommt es auf schnelle Reaktionen und ein gutes Auge an. Zwischen den Hauptleveln warten alberne Bonus-Minispiele, bei denen es auf Treffsicherheit ankommt: Du schießt auf fliegende Enten (offensichtlich von Duck Hunt inspiriert), Tontauben, Eichhörnchen oder Murmeltiere. Das Spiel unterstützt Zielen mit Maus und Controller, macht mit Lichtpistolen oder Bewegungssteuerung wie der Wiimote oder PS Move aber am meisten Spaß. Die perfekte Wahl für Partys und alle, die nostalgische Gefühle für klassische Arcade-Schießstände hegen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das realistischste Jagdspiel?
Das hängt davon ab, was du persönlich unter „realistisch“ verstehst. Geht es dir vor allem um realistische Ballistik, liegt Way of the Hunter wahrscheinlich vorn. Das Spiel simuliert nicht nur die Flugbahn von Geschossen detailliert, sondern berücksichtigt auch deren kinetische Energie. Ob ein Schuss erfolgreich ist, hängt maßgeblich davon ab, wo genau das Tier getroffen wird.
In theHunter Classic grenzt der Realismus schon an Hardcore: Tiere sind extrem scheu und wittern den Jäger aus großer Entfernung. Visuelle Hilfen oder hervorgehobene Spuren gibt es überhaupt nicht.
theHunter: Call of the Wild wiederum punktet mit einer unglaublich immersiven Atmosphäre. Windrichtung und das Rascheln der Vegetation wirken überzeugend, und das Schadenssystem ist sehr detailliert. Nach einem erfolgreichen Schuss zeigt eine „Röntgenansicht“ sogar das Innere des Tieres.
Gibt es kostenlose Jagdspiele?
Die Jagd im echten Leben ist sicher kein günstiges Hobby, aber es gibt trotzdem einige gute kostenlose Jagdspiele.
theHunter Classic setzt auf ein Free-to-play-Modell und bietet eine große Auswahl an Schauplätzen und Tieren, beeindruckenden Realismus und anspruchsvolle Mechaniken. Der Fortschritt ist allerdings extrem langsam. Für bessere Ausrüstung musst du oft entweder lange warten oder echtes Geld ausgeben.
Deer Hunter World ist technisch gesehen ebenfalls kostenlos, setzt aber stark auf aggressive Monetarisierung und bietet ein ausgesprochen arcadiges Gameplay, das Fans ernsthafter Jagdsimulationen vermutlich nicht anspricht.
Und dann gibt es natürlich noch Duck Hunt oder diverse Jagdspiele im Browser. Als Jagdsimulationen würde sie wohl niemand ernsthaft bezeichnen — im Grunde sind es Schießstände. Aber sie machen Spaß, sind leicht zugänglich und komplett kostenlos.
Welches Jagdspiel eignet sich für einen schwachen PC?
Für einen leistungsschwachen PC oder Laptop sind Jagdspiele aus den 2000er- und frühen 2010er-Jahren meist die beste Wahl. Sie sind gut optimiert, brauchen kaum Speicherplatz und spielen sich auch im Vergleich zu vielen modernen Veröffentlichungen erstaunlich gut.
Für theHunter Classic reichen 4 GB RAM. Es gehört nach wie vor zu den realistischsten Jagdspielen überhaupt.
Hunting Unlimited 2010 bietet eine riesige Auswahl an Waffen und Tieren, verzichtet aber auf stundenlanges Fährtenlesen. Selbst auf einfachen Büro-PCs läuft das Spiel flüssig.
Deer Hunter: Reloaded erschien zwar 2017, ist im Grunde aber eine Portierung eines Mobile Games und hat entsprechend anspruchslose Grafik. Waffenverbesserungen und die Verfolgung von Tieren sind trotzdem mit dabei, während die Systemanforderungen minimal bleiben.
Kann man Jagdspiele im Koop mit Freunden spielen?
Ja — viele der besten Jagdspiele bieten Koop-Multiplayer. In theHunter: Call of the Wild können zum Beispiel Gruppen aus bis zu acht Spielern gemeinsam die Welt erkunden, ATVs fahren, Tiere aufspüren und darum wetteifern, wer die beeindruckendste Trophäe erlegt.
Way of the Hunter unterstützt bis zu vier Spieler, theHunter Classic sogar bis zu acht — vorausgesetzt, ihr verscheucht nicht sämtliche Tiere, während so viele Jäger durch die Gegend trampeln.
Bei Monsterjagdspielen sind Monster Hunter: World und Monster Hunter Wilds besonders hervorzuheben. Beide bieten Koop-Raids für vier Spieler gegen riesige Kreaturen. Dabei könnt ihr die Kampfrollen fast wie in einem RPG aufteilen.
Auch Hunt: Showdown 1896 unterstützt Dreierteams. Gemeinsam jagt ihr Monster und müsst euch gleichzeitig gegen feindliche Spieler verteidigen.
Welche Jagdspiele gibt es für PlayStation und Xbox?
Auf PlayStation und Xbox mangelt es nicht an Jagdspielen — von realistischen Jagdsimulationen bis hin zu Action-RPGs über den Kampf gegen Fantasy-Monster ist alles dabei.
theHunter: Call of the Wild ist seit 2025 für PlayStation und Xbox erhältlich, während Way of the Hunter 2022 auf Konsolen erschien.
Auch Hunting Simulator 2 ist für Konsolen verfügbar.
Red Dead Redemption 2 ist derzeit auf PS4 und Xbox One spielbar. Viele hoffen aber weiterhin auf eigens für PS5 und Xbox Series X|S entwickelte Versionen.
Die besten Monsterjagdspiele gibt es ebenfalls für moderne Konsolen. Dazu gehören Monster Hunter Wilds, Monster Hunter World, Wild Hearts, Hunt: Showdown 1896 und Predator: Hunting Grounds.
Worin unterscheiden sich theHunter: Call of the Wild und Way of the Hunter?
Auf den ersten Blick sehen die beiden Spiele sehr ähnlich aus, verfolgen bei der Jagd aber tatsächlich ganz unterschiedliche Ansätze. theHunter: Call of the Wild ist im Wesentlichen eine hübsche Sandbox, in der du Trophäen sammelst. Way of the Hunter hingegen ist eine deutlich ernsthaftere Simulation der Jagd in der Wildnis.
In theHunter: Call of the Wild gibt es reichlich Tiere, und Fehler werden dir meist nicht allzu streng angerechnet. Die Ballistik ist berechenbarer, und für einen erfolgreichen Schuss musst du lebenswichtige Organe treffen. Insgesamt fühlt sich das Spiel wie ein rundes, visuell beeindruckendes Jagdparadies an, vollgepackt mit Waffen und regelmäßigen Gelegenheiten, Trophäen zu erlegen.
Way of the Hunter geht deutlich methodischer vor. Du sollst strategisch planen, genetisch schwächere Tiere erkennen und gezielt erlegen, um langfristig die Qualität der Herde zu verbessern. Die Ballistik ist erheblich komplexer und berücksichtigt sogar die kinetische Energie. Die Tiere sind deutlich scheuer. Deshalb wirst du viel Zeit damit verbringen, geduckt durch die Vegetation zu schleichen und ständig durchs Fernglas zu spähen, um überhaupt in Schussweite zu kommen. Ein Spiel für echte Enthusiasten, die bereit sind, stundenlang geduldig ihrer Beute nachzuspüren.
Gibt es Spiele, in denen man Monster jagt?
Auf jeden Fall — inzwischen sogar ziemlich viele. Die Monster-Hunter-Reihe ist unangefochten der König des Genres. In Monster Hunter: World kämpfen Monster um ihr Revier, jagen einander und schlafen wie echte Lebewesen. Die Spielenden können außerdem die Umgebung zu ihrem Vorteil nutzen. Monster Hunter Wilds setzt auf dasselbe Grundprinzip, bietet aber modernere Grafik und eine aktualisierte Monsterauswahl.
Wild Hearts verleiht den Kämpfen gegen riesige Monster eine besondere Note: Mitten im Gefecht können Spielende blitzschnell Fallen, Mauern und andere Vorrichtungen errichten.
Hunt: Showdown bietet eine starke kompetitive Komponente: Während Spielende in den Sümpfen Louisianas Monster jagen, müssen sie sich gleichzeitig gegen rivalisierende Jäger verteidigen, die von anderen Spielern gesteuert werden.
Welche Jagdspiele eignen sich für Einsteiger?
Wenn du noch neu bei Jagdspielen bist, empfiehlt sich ein Titel mit übersichtlicher Benutzeroberfläche, der nicht für jeden Erfolg stundenlange Geduld verlangt und Mechaniken wie Ballistik und Fährtensuche verständlich erklärt. theHunter: Call of the Wild ist vermutlich der beste Einstieg. Zu Beginn nimmt dir das Spiel einiges ab: Es hebt Tierspuren hervor, zeigt die Windrichtung an und verrät, wie gut dich die Tiere sehen können.
In Way of the Hunter gibt es den Schwierigkeitsgrad „Explorer“. Darin verhalten sich die Tiere weniger vorsichtig und verzeihen unerfahrenen Spielern mehr.
In Hunting Simulator 2 steht dir außerdem ein treuer Jagdhund zur Seite, der dich direkt zu deinem Ziel führen kann. So kannst du dich ganz auf den Schuss konzentrieren.
Und natürlich kannst du dich jederzeit in Dave the Diver stürzen — dort musst du dir nicht einmal Gedanken über Kaliber machen.
Welche Spiele haben euch gefallen, und welche würdet ihr der Liste hinzufügen? Schreibt es uns in die Kommentare!
Welche Arten von Jagd würden Sie in einem Videospiel sehen wollen?
Was du sonst noch spielen kannst
Jagdspiele mögen ein recht nischiges Genre sein, aber selbst eine Liste der 29 besten Titel reicht kaum aus, um alle lohnenswerten Spiele unterzubringen. Einige gute Spiele sind deshalb nicht im Rampenlicht gelandet.
Du willst noch mehr Jagdsimulationen? Dann wirf einen Blick auf BULT: Hunting Simulator — ein realistisches Entenspiel, in dem du das Gelände und das Verhalten der Tiere studierst, auf Details achtest, die richtigen Lockvögel auswählst und jeden Schuss sorgfältig berechnest.
Wenn du Monsterjagdspiele magst und in der Monster-Hunter-Reihe schon alles erlebt hast, probier God Eater 3 aus. Die schnellere, stärker vom Anime inspirierte Alternative zu Monster Hunter legt mehr Wert auf spektakuläre Kombos und eine storygetriebene Handlung.
Auch mit den Spielen auf unserer Liste endet das Thema Dinosaurierjagd noch lange nicht. Unter den neueren Veröffentlichungen sei Deathground erwähnt — ein Survival-Horrorspiel, in dem du allein oder im Team schnelle, blutrünstige Dinosaurier jagst.
Und schließlich gibt es noch ein seltenes Beispiel für ein VR-Jagdspiel: Virtual Hunter, erschienen 2026.
Es gibt jede Menge großartiger Jagdspiele. Such dir also eins aus, stürz dich ins Abenteuer und genieße die ganz besondere Romantik der Jagd. Und falls du noch mehr Spieleempfehlungen möchtest, frag einfach. Wenn du zum Beispiel auf Abenteuer stehst, haben wir auch eine Liste der 40 besten Action-Adventure-Spiele.
Monstern und Tiere in Spielen
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