Spiele wie Outlast: Die besten Horrorspiele, in denen man sich versteckt statt zu kämpfen
Spiele wie Outlast haben alle dieselbe Regel: Du kannst dich nicht wehren. Keine Schusswaffen, keine Nahkampfangriffe – nur dunkle Ecken, Spinde und ein Camcorder mit Nachtsicht zwischen dir und dem, was dich jagt. Die Reihe von Red Barrels setzte den Maßstab: In Outlast sperrte ein Journalist im Mount Massive Asylum, Outlast 2 verschlug ihn in ein Dorf unter der Herrschaft eines wahnsinnigen Kults, und der Koop-Ableger The Outlast Trials machte Murkoffs Experimente zum Überlebenskampf im Team. Wenn du alle drei durchgespielt hast und Nachschub suchst, bist du hier richtig. Die Liste ist in Abschnitte zu den einzelnen Spielen der Reihe unterteilt, dazu gibt es einen separaten Bereich für Android – und hier geht es um echte Horrorspiele, nicht um Roblox-Nachbildungen.
Spiele wie das erste Outlast: Irrenanstalten, Verfolger und Versteckspiele
Das Grundrezept des ersten Outlast ist simpel: ein abgeriegelter Ort, ein wehrloser Protagonist und Gegner, vor denen du nur davonlaufen kannst. Die Horrorspiele in diesem Abschnitt setzen die Formel von Outlast besonders gut um – manche geben dir ebenfalls eine Kamera, andere ersetzen die Nachtsicht durch Streichhölzer und eine Laterne. Alle Titel sind in der Ego-Perspektive gehalten und lassen dich so hilflos fühlen wie in den Gängen von Mount Massive. Für eine größere Auswahl an Gruselspielen jenseits der Reihe wirf einen Blick auf die besten Horrorspiele aller Zeiten.
Amnesia: The Dark Descent
Amnesia: The Dark Descent ist der Urvater der Formel, die Outlast später perfektionierte. Daniel erwacht ohne Erinnerung in der preußischen Burg Brennenburg. Bei sich findet er nur eine Nachricht: Er soll in die Tiefen hinabsteigen und den Baron töten. Waffen gibt es überhaupt keine – du versteckst dich im Dunkeln und in Schränken vor Monstern. Doch wer Kreaturen zu lange anstarrt oder sich zu lange in der Dunkelheit aufhält, zehrt an Daniels Verstand. Das Spiel erschien 2010 und sorgt noch immer für Angst – es ist der Maßstab, an dem sich jedes spätere Versteckspiel-Horrorspiel messen lassen muss. Außerdem läuft es auf fast jedem älteren PC – ein Bonus, wenn dein Rechner nicht besonders leistungsstark ist.
Amnesia: The Bunker
Amnesia: The Bunker ist das offenste Spiel, das Frictional bisher entwickelt hat. Der französische Soldat Henri Clément kommt in einem Bunker aus dem Ersten Weltkrieg zu sich. In den Lüftungsschächten lauert eine Kreatur, die auf jedes Geräusch reagiert. Anders als in den Vorgängern stehen dir ein Revolver und Granaten zur Verfügung – aber Munition ist knapp und der Generator verbraucht Treibstoff, sodass das Licht jederzeit ausgehen kann. Dank der halb offenen Struktur kannst du Probleme auf deine Weise lösen: eine Tür sprengen, nach einem Code suchen oder einen Sprint durch die Dunkelheit wagen. Das Biest verschwindet nie wirklich – es zieht sich in die Lüftungsschächte zurück und kehrt bei jedem Geräusch wieder. Licht und Stille werden so zu knappen Ressourcen, mit denen du haushalten musst.
Amnesia: Rebirth
Amnesia: Rebirth kehrt zum klassischen Versteckspiel zurück: Tasi Trianon kriecht in der algerischen Wüste aus den Trümmern eines Flugzeugs und erkennt nach und nach, dass mit ihrem Körper etwas Grauenvolles geschieht. Es ist der bisher storylastigste Amnesia-Teil – eine düstere Geschichte über Mutterschaft und Angst, die tiefer geht als die meisten Horrorgeschichten. Auch das System für den geistigen Zustand kehrt zurück: Dunkelheit und Monster setzen Tasis Verstand zu. Der Teil ist spezieller als die frühen Amnesia-Spiele, doch Fans von The Dark Descent und der religiösen Bedrohung in Outlast 2 werden sich hier zu Hause fühlen.
SOMA
SOMA stammt ebenfalls von Frictional, tauscht die Burg aber gegen die Unterwasserstation PATHOS-II und gotischen Horror gegen Science-Fiction über Bewusstsein und dessen Kopien. Simon Jarrett begibt sich in Toronto zu einer Gehirnuntersuchung und erwacht fast ein Jahrhundert später auf dem Grund des Atlantiks. Das Verstecken vor entstellten Maschinen wechselt sich mit Fragen ab, die unheimlicher sind als jeder Jumpscare: Was macht einen Menschen aus, und lässt sich ein Geist übertragen? SOMA ist weniger für seine Monster bekannt als für die Fragen, die es zurücklässt. Wer nur wegen der Geschichte hier ist, kann den sicheren Modus aktivieren, in dem keine Monster lauern.
Alien: Isolation
Alien: Isolation ist der Goldstandard für das Katz-und-Maus-Spiel mit einem einzigen, unbesiegbaren Verfolger. Amanda Ripley kommt auf der Station Sevastopol an, um herauszufinden, was mit ihrer Mutter geschehen ist, und sitzt schließlich mit einem Xenomorph fest, den sie nicht töten kann – sie kann ihn nur vertreiben und ihm aus dem Weg gehen. Die KI des Wesens gilt nach wie vor als eine der besten des Genres: Es lernt deine Gewohnheiten, kontrolliert Spinde und kehrt zu Orten zurück, an denen es dich schon einmal erwischt hat. Der Bewegungsmelder aus dem Film von 1979 übernimmt die Rolle von Outlasts Camcorder – du kannst nicht gleichzeitig auf den Bildschirm und den Gang achten. Fans dieses Spielprinzips sollten sich auch die besten Stealth-Spiele aller Zeiten ansehen.
Visage
Visage entstand aus Hideo Kojimas eingestelltem P.T. und wird regelmäßig als eines der gruseligsten Spiele des Jahrzehnts bezeichnet. Dwayne Anderson sitzt in einem Vorstadthaus fest, dessen Wände von Jahrzehnten voller Morde und Selbstmorde zeugen: Jedes Kapitel dreht sich um eine verstorbene Familie, und zwischen den Kapiteln entwickelt das Haus ein Eigenleben – Lichter flackern, Türen öffnen sich, jemand steht im Spiegel. Kämpfen kannst du nicht, und Fluchtmöglichkeiten gibt es kaum: Das Haus ist klein, und genau das macht den Horror aus. Im Dunkeln schwindet dein Verstand; Tabletten und Licht bringen ihn zurück. Das Spiel hat sich seinen Platz auf der Liste der besten psychologischen Horrorspiele verdient.
MADiSON
MADiSON gibt dir dasselbe Werkzeug wie Outlast – nur handelt es sich hier um eine Polaroidkamera. Der 16-jährige Luca wird in das Ritual des Dämons Madison hineingezogen: Sofortbilder enthüllen, was das Auge nicht erkennen kann, öffnen Durchgänge und helfen beim Lösen von Rätseln. Der Blitz erhellt den Raum für einen Sekundenbruchteil – und du wirst dir wünschen, er hätte es nicht getan. Das Spiel tritt unverkennbar in die Fußstapfen von P.T. und Visage: ein beengtes Haus, Jumpscares und ein zermürbender Kreislauf aus Angst. Wer Outlast besonders wegen der Kamera geliebt hat, findet hier das ähnlichste Erlebnis auf dieser Liste.
Fobia — St. Dinfna Hotel
Fobia — St. Dinfna Hotel führt das Motiv der Kamera fort: Der Amateurjournalist Roberto kommt in einem brasilianischen Hotel an, um das Verschwinden von Menschen zu untersuchen, und entdeckt eine Kamera, die eine andere Zeit zeigt. Durch den Sucher siehst du das Hotel in den 1960er-Jahren, inklusive Kult und Experimenten; ohne Kamera zeigt sich die Ruine der Gegenwart. Der Wechsel zwischen den Epochen ist fest in die Rätsel eingebaut. Vom Gefühl her verbindet das Spiel Outlast (Nachforschungen, Aufnahmen, Kult) mit Resident Evil (ein labyrinthartiges Hotel, knappe Ressourcen). Dich erwarten solide 8 bis 10 Stunden Horror.
Still Wakes the Deep
Still Wakes the Deep verlegt das Rennen und Verstecken auf eine schottische Ölplattform im Jahr 1975. Der Elektriker Caz McLeary sitzt auf der Beira D fest, nachdem die Bohrung etwas an die Oberfläche geholt hat, das langsam die Plattform und ihre Besatzung verschlingt. Waffen gibt es keine: Du kletterst über vereiste Träger, tauchst durch überflutete Räume und versteckst dich vor ehemaligen Kollegen, für die jede Rettung zu spät kommt. Schottische Akzente, der Regen der Nordsee und das ständige Gefühl, dass das Bauwerk unter dir zusammenbricht – die Atmosphäre kann es mit jedem Horror-Blockbuster aufnehmen. 2025 gewann das Spiel drei BAFTA Games Awards.
Monstrum
Monstrum ist genau das Richtige, wenn dir Outlast beim zweiten Durchlauf zu vorhersehbar war. Du erwachst auf einem verlassenen Frachtschiff, auf dem eines von drei Monstern Jagd auf dich macht. Jedes verfolgt dich auf seine eigene Art: Eines stürmt geradewegs auf dich zu, ein anderes legt Hinterhalte, das dritte spielt Psychospielchen. Bei jedem Versuch wird der Schiffsaufbau prozedural neu generiert, und der Tod ist endgültig. Entkommen kannst du mit einem Rettungsfloß, einem Tauchboot oder einem Hubschrauber – unterwegs musst du Ersatzteile sammeln. Es gibt weder Kontrollpunkte noch eine Karte. Bei jedem Durchlauf musst du also das Schiff neu kennenlernen, bevor etwas deine Gewohnheiten durchschaut. In Sachen Wiederspielwert ist das Spiel im Genre kaum zu übertreffen.
The Beast Inside
The Beast Inside erzählt gleichzeitig auf zwei Zeitebenen: Der CIA-Kryptanalytiker Adam Stevenson zieht 1979 in ein altes Haus und findet das Tagebuch von Nicolas Hyde, der dort während des Bürgerkriegs lebte. Die Kapitel wechseln zwischen den beiden. Adams Abschnitte sind ein Kriminalfall mit gelegentlichen Schießereien; Nicolas erlebt puren Outlast-und-Amnesia-Horror und muss sich mit leeren Händen vor Geistern verstecken. Auch Nachforschungen kommen nicht zu kurz: Adam entschlüsselt Codes und sucht im Haus nach Hinweisen, während Nicolas einfach nur ums Überleben kämpft. Nur wenige Horrorspiele erzählen gleichzeitig von zwei Protagonisten in zwei verschiedenen Epochen. Der Wechsel des Erzähltempos funktioniert überraschend gut.
Spiele wie Outlast 2: Kulte, Dörfer und religiöser Horror
Die Fortsetzung tauschte die Irrenanstalt gegen die Wildnis Arizonas und den Kult des Testaments des Neuen Hesekiel. Spiele wie Outlast 2 treffen denselben Nerv: eine abgeschottete Gemeinschaft, fanatischer Glaube und ein Protagonist, der an einem Ort, den vernünftige Menschen meiden, nach einem geliebten Menschen sucht. Eine Kamera mit Mikrofon hilft auch hier – ebenso wie die Fähigkeit, im Sprint ein Maisfeld zu durchqueren.
Resident Evil 7: Biohazard
Resident Evil 7: Biohazard ist der nächste große Verwandte von Outlast 2: Ego-Perspektive, ein Anwesen in Louisiana und die Familie Baker, die dem Helden dieselbe Hölle bereitet wie der Kult dem Journalisten Blake. Ethan Winters folgt einem Brief seiner Frau, die seit drei Jahren vermisst wird, und landet bei einem Abendessen mit einer Kannibalenfamilie. Anders als in Outlast tauchen nach und nach Waffen auf – doch die ersten Stunden sind ein reines Versteckspiel mit dem unbesiegbaren Jack Baker. Die VHS-Kassetten, die du abspielst, zitieren zudem unverhohlen den Found-Footage-Horror.
Blair Witch
Blair Witch schickt den ehemaligen Polizisten Ellis in den Black-Hills-Wald, um einen vermissten Jungen zu suchen – jenen berüchtigten Wald aus dem gleichnamigen Film von 1999, in dem eine Kamera wichtiger ist als eine Karte. Found Footage ist hier nicht bloß ein erzählerischer Kniff: Durch das Zurückspulen von Bändern verändert Ellis die Realität, öffnet verschlossene Türen und lässt verschwundene Gegenstände wieder auftauchen. Dein Hund Bullet ist immer in der Nähe – er spürt Gefahren vor dir und ist das einzige Wesen im Wald, dem du vertrauen kannst. Wie du Bullet behandelst – ob du ihn lobst, schimpfst oder zurückrufst – beeinflusst sowohl sein Verhalten als auch das Ende. Entwickelt wurde das Spiel von Bloober Team, dem Studio hinter dem Remake von Silent Hill 2.
FAITH: The Unholy Trinity
FAITH: The Unholy Trinity beweist, dass es für Angst keine fotorealistische Grafik braucht – Pixel im Stil der 8-Bit-Ära und die synthetische Stimme eines Dämons reichen vollkommen. Der junge Priester John Ward kehrt zu dem Haus zurück, in dem ein Exorzismus vor einem Jahr scheiterte. Bewaffnet ist er nur mit einem Kruzifix: Es hält das Unheilige zurück, tötet aber nichts. Die Rotoskop-Animation, die in Schreckmomenten einsetzt, wurde zum Markenzeichen des Spiels und inspirierte unzählige Memes und Clips. Kulte, Besessenheit und eine schwangere Gemeinde – thematisch kommt auf dieser Liste kein Spiel Outlast 2 näher.
Mundaun
Mundaun ist Folk-Horror, komplett mit Bleistift gezeichnet: Entwickler Michel Ziegler skizzierte über sieben Jahre hinweg jedes Bild des Alpen-Tals von Hand. Curdin kehrt zur Beerdigung seines Großvaters nach Hause zurück und entdeckt, dass das ganze Tal durch einen Pakt mit einer Kreatur aus der lokalen Folklore gebunden ist. Statt eines Kults gibt es eine abgeschottete Berggemeinschaft; statt Maisfeldern Heuböden und einen Gletscher, auf dem Besessene umherstreifen. Der Held ist nahezu hilflos: Angst lässt ihn buchstäblich erstarren, bis er heißen Kaffee aus einer Thermoskanne trinkt. Das ungewöhnlichste Spiel auf dieser Liste.
Spiele wie The Outlast Trials: Koop-Horror
The Outlast Trials machte aus der Formel ein Mehrspieler-Erlebnis: dasselbe Verstecken und dieselbe Hilflosigkeit, nur mit bis zu vier Spielern. Spiele wie The Outlast Trials leben vom selben Gegensatz – gemeinsam ist es weniger gruselig, bis das Monster einen Mitspieler davonzerrt. Hier findest du nur die ähnlichsten Titel; die vollständige Auswahl gibt es in der Liste der besten Koop-Horrorspiele.
Phasmophobia
Phasmophobia machte Geisterjagd zum Teamsport: Eine Gruppe von bis zu vier Personen betritt einen Spukort, um anhand von Beweisen den Geistertyp zu bestimmen – ohne selbst zum Beweisstück zu werden. EMF-Lesegeräte, Geisterboxen, Nachtsichtkameras und Spracherkennung kommen zum Einsatz. Sagst du den Namen des Geists laut, reagiert er darauf. Wie in The Outlast Trials bleibt dir zur Verteidigung nur die Flucht und das Verstecken. Nichts ist unheimlicher als der Moment, in dem die Lichter zu flackern beginnen. Der Guide zu den Geistertypen in Phasmophobia hilft dir dabei, die Beweise richtig zu deuten.
Lethal Company
Lethal Company ist das Koop-Horror-Phänomen schlechthin. Eine Crew von Company-Angestellten landet auf verlassenen Monden, um Schrott zu sammeln und die Quote zu erfüllen – während Industrieanlagen voller Kreaturen sind, von denen jede ihre eigenen Regeln hat: Manche greifen an, wenn man sie ansieht, andere orten dich anhand deines Funkverkehrs. Der Tod eines Teammitglieds ist gleichermaßen Horror und Komödie – deshalb überschwemmten Clips das Internet. Stell dir eine Mischung aus The Outlast Trials und Konzernsatire vor. Jeder Einsatz ist zeitlich begrenzt, und das Schiff kann ohne alle abheben, die zu lange bleiben. Das Bestiarium der Monster in Lethal Company hilft dir durch deine ersten Schichten.
Content Warning
Content Warning drückt dem Team wortwörtlich eine Kamera in die Hand: Vier aufstrebende Creator steigen in die Alte Welt hinab, um Monster zu filmen und auf SpöökTube Aufrufe zu sammeln. Je gruseliger das Material, desto mehr Aufrufe – vor der Kreatur davonzulaufen ist also schlecht fürs Geschäft: Du brauchst eine Nahaufnahme und musst sie überleben. Das Spiel greift Outlasts Aufnahme-Mechanik besonders direkt auf und treibt sie ins Absurde. Selbst wenn das ganze Team stirbt, wird das Video hochgeladen – mit den letzten Bildern eures Ablebens. Alle paar Tage müsst ihr eine Aufrufquote erreichen, sonst ist das Spiel vorbei und Ausrüstung sowie Geld sind weg.
DEVOUR
DEVOUR kommt im Koop dem Stil von Red Barrels am nächsten: Bis zu vier Spieler stellen sich besessenen Anführerinnen des Azazel-Kults entgegen, indem sie Ritualgegenstände verbrennen, während eine Besessene die Karte durchstreift und mit jeder Minute schneller wird. Eure einzige "Waffe" ist eine UV-Taschenlampe, die sie für wenige Sekunden blendet. Die Karten würfeln die Ziele zufällig aus, damit die Spannung frisch bleibt; im Solomodus wird daraus ein waschechtes Einzelspieler-Outlast. Mit mehr Spielern gibt es mehr Chaos und bessere Chancen – eine Person lenkt die Besessene ab, eine andere verbrennt die Gegenstände. Auf höheren Schwierigkeitsgraden lässt sie euch jedoch kaum Luft zum Atmen, und die kurzen ruhigen Momente sind schnell vorbei.
Spiele wie Outlast für Android: Horror auf dem Handy
Ein offizielles Outlast für Android gibt es nicht – die Reihe erschien ausschließlich für PC und Konsolen. Mobile Entwickler haben die Formel aber längst perfektioniert, und Android-Spiele wie Outlast gibt es in allen Varianten: mit Irrenhäusern, Kameras und Verfolgungsjagden mit unnachgiebigen Jägern. Alle Spiele unten sind kostenlos – mit Werbung oder In-App-Käufen. Am besten spielst du sie mit Kopfhörern und im Dunkeln.
Mental Hospital 6: Childhood Fears
Mental Hospital 6 ist der Vorzeigetitel einer Reihe, die oft als "Outlast fürs Handy" bezeichnet wird: Ein Journalist schleicht sich mit einer Videokamera in eine psychiatrische Klinik, in der schrecklich schiefgelaufene Experimente stattfanden. Nachtaufnahmen zehren am Akku, Verfolger reagieren auf Licht und Geräusche, und retten können dich nur Schränke und dunkle Ecken – die Formel wird nahezu eins zu eins übernommen. Der sechste Teil, Childhood Fears, bietet eine Grafik, die sich selbst auf Tablets sehen lassen kann. Und wenn dir nach dem Abspann noch nicht genug ist, warten die früheren Spiele der Reihe auf dich.
Reporter 2
Reporter 2 führt das Thema investigativer Journalismus fort: Eine Reporterin erkundet mit einer Fotokamera den Schauplatz eines Massakers und merkt allmählich, dass der Täter nie verschwunden ist. Der Blitz ist in den dunkelsten Räumen deine einzige Lichtquelle und dient zugleich als Beweiswerkzeug. Der Ablauf ist genretypisch: dunkle Räume durchsuchen, Notizen und Gegenstände sammeln, Hinweise fotografieren und das Licht ausschalten, um dich zu verstecken, sobald der Killer auf die Jagd geht. Die Atmosphäre ist dicht, die Jumpscares sitzen, und die Spielzeit von ein paar Abenden ist perfekt für mobilen Horror. Von allen "Outlasts im Taschenformat" ist dies der cineastischste Titel.
Granny
Granny ist die Königin des mobilen Versteckspiels: Du sitzt im Haus einer mordlustigen Großmutter fest, die jedes Knarren der Dielen hört, und hast fünf Tage Zeit zur Flucht. Outlast im Kleinformat: Unter Betten und in Schränken verstecken, Wege auswendig lernen, schleichen. Granny ist ein echtes Kulturphänomen des Mobile-Horrors. Die Flucht gelingt auf verschiedene Weise – du kannst die Haustür aufschließen, das Auto starten oder mit dem Boot entkommen. Spätere Fortsetzungen führten außerdem Grandpa ein, der zwar langsam, aber mit einer Schrotflinte bewaffnet ist. Das Spiel ist auch der ehrlichste Nerventest auf dieser Liste: Der Timer und das Stampfen über dir setzen dich stärker unter Druck als die meisten Verfolgungsjagden.
Eyes: The Horror Game
Eyes: The Horror Game bringt das Genre auf den Punkt: eine Villa plündern, Geldsäcke einsammeln und entkommen, bevor dich der fliegende Geist erwischt. Der Clou sind die mystischen "Augen", die im Gebäude verstreut liegen: Hebst du eines auf, siehst du kurzzeitig durch die Augen des Geists – und weißt genau, wo er sich befindet. Seit Jahren kommen neue Karten, Modi und Monster hinzu, deshalb steckt mehr drin, als es zunächst scheint. Es gibt mehrere Gebäude zum Ausrauben, jedes mit einem eigenen Monster und eigenen Regeln. Die Durchläufe sind kurz – ein oder zwei Minuten, ideal für die Warteschlange oder den Weg zur Arbeit. Einfach, schnell und herrlich gemein – der perfekte Einstieg in den mobilen Horror.
Death Park
Death Park sperrt den Helden mit einem furchteinflößenden Clown in einem verlassenen Vergnügungspark ein. Als einziges Spiel hier verbindet es Horror so konsequent mit der Logik eines Adventure-Spiels: Inventar, Gegenstände und Kombinationsrätsel. Der Clown taucht ohne Vorwarnung auf. Töten kannst du ihn nicht, aber verstecken geht. Mehrere Parkbereiche und verschiedene Enden runden das Spiel ab. Der Fortschritt basiert auf Backtracking – ein Gegenstand aus einem Bereich öffnet den Weg zum nächsten. Der Erfolg reichte für eine vollwertige Fortsetzung: Death Park 2, mit einem Boss und acht Schauplätzen. Während es bei Granny auf Reflexe ankommt, dreht sich Death Park ums Erkunden – zusammen decken sie die ganze Bandbreite des mobilen Horrors ab.
FAQ: Spiele wie Outlast – häufige Fragen
Welches Spiel ist Outlast am ähnlichsten?
Spielmechanisch kommen Amnesia: The Dark Descent und Alien: Isolation am nächsten: ein wehrloser Held, Verstecke und ein unerbittlicher Verfolger. Wenn du vor allem die Nachtsichtkamera mochtest, solltest du MADiSON oder Fobia – St. Dinfna Hotel ausprobieren, in denen das Filmen ebenso eng ins Gameplay eingebunden ist.
Gibt es Outlast für Android?
Offiziell nicht: Die Reihe erschien für PC, PlayStation, Xbox und Nintendo Switch, Red Barrels hat aber nie eine mobile Version veröffentlicht. Alles, was sich in APK-Stores als Outlast ausgibt, ist eine Fälschung. Es gibt jedoch empfehlenswerte Android-Alternativen – Mental Hospital, Reporter 2 und Granny stellen wir im Abschnitt zu mobilen Spielen vor.
In welcher Reihenfolge sollte ich die Outlast-Reihe spielen?
Am besten in der Reihenfolge der Veröffentlichungen: Outlast (2013) samt Whistleblower-DLC, danach Outlast 2 (2017) und The Outlast Trials (2024). Die Geschichten spielen im selben Murkoff-Universum, funktionieren aber eigenständig – du kannst überall einsteigen und verpasst höchstens ein paar Anspielungen.
Was ist gruseliger – Outlast oder Outlast 2?
Die meisten Spieler finden den ersten Teil gruseliger, weil es im klaustrophobischen Irrenhaus kein Entkommen gibt. Outlast 2 setzt andere Akzente: offene Gebiete, religiöser Schrecken und unablässige Verfolgungsjagden. Wenn du nach beiden Spielen wieder dieses Gefühl erleben möchtest, findest du auf dieser Liste 24 Spiele mit derselben Grundidee.
Wird es ein Outlast 3 geben?
Eine offizielle Ankündigung gibt es nicht. Red Barrels entwickelt The Outlast Trials weiter – 2026 erhielt das Spiel einen Fahrplan für Season 6 und 7. Die Gründer des Studios haben erklärt, dass sie zu nummerierten Teilen zurückkehren möchten, aber weder Termine noch Details genannt.
Welches Horrorspiel hat euch fast einen Herzinfarkt beschert? Schreibt es in die Kommentare – lasst uns gemeinsam die definitive Liste der Versteck-dich-und-schrei-Albträume erstellen.
Du bist mit ihnen allen in einem Raum eingesperrt — wer erwischt dich zuerst?
Was du sonst noch spielen kannst
Wenn du alle 24 Spiele wie Outlast durchgespielt hast und dich immer noch nach einem Spind zum Verstecken sehnst, haben wir hier noch ein paar Horrortitel, die es nicht auf die Hauptliste geschafft haben, aber einen oder zwei Abende wert sind. Und wenn du genau wissen willst, vor wem du dich fürchten solltest, findest du hier eine Rangliste der gruseligsten Figuren und Monster in Spielen.
Pacify
Koop-Horror um ein besessenes Mädchen in einem alten Haus: Bis zu vier Spieler verbrennen Puppen, während sie vor ihr fliehen. Einfacher als DEVOUR, aber genau richtig für einen Spieleabend mit Freunden.
The Mortuary Assistant
Nachtschicht in einem Bestattungsinstitut, in dem sich ein Dämon zwischen den Leichen versteckt. Leichen nach Vorschrift einbalsamieren, unterbrochen von Schreckmomenten – da wird die Arbeit als Bestatter alles andere als langweilig.
Karma: The Dark World
Psychologischer Horror in einer von einem Konzern beherrschten Dystopie, in der ein Ermittler einer Behörde in den Erinnerungen anderer Menschen gräbt. Wenig Versteckspiel, dafür erdrückende Atmosphäre und visuelle Einfälle – genug Stoff für zwei Visages.
Beste Horror-Spiele auf PC und Konsolen
- Die 70 besten Horrorspiele aller Zeiten (2026)
- Die besten Koop-Horrorspiele – Die gruseligsten Titel für gemeinsame Spielrunden
- Zombie-Shooter: Die besten Spiele auf PC, PS4, PS5, Xbox und Switch
- Hauptreihe Resident Evil Spiele von Schlechtesten zu Besten eingestuft
- Silent-Hill-Hauptreihe im Ranking: vom schlechtesten bis zum besten Teil
- Die 15 besten Psychothriller-Spiele, die dich an den Rand des Wahnsinns treiben
- Die 15 gruseligsten Figuren und Monster in Videospielen (2026)
- 21 Spiele ähnlich wie MiSide: Horrorspiele mit süßen Mädchen und versteckten Bedeutungen
- 37 Beste kurze Horrorspiele auf dem PC: Gruselige Spiele, die Sie an einem Abend beenden können
- TOP-5 gruseligste Gaming-Jump-Scares
- Spiele wie Outlast: Die besten Horrorspiele, in denen man sich versteckt statt zu kämpfen