Black Book ist eine Mischung aus Abenteuerspiel und Karten-Rollenspiel vor dem Hintergrund russischer Märchen. Das Spiel erzählt die Geschichte einer jungen... Mehr erfahren
Black Book ist ein außergewöhnliches Deckbuilding-Spiel, bei dem sich die Karten wie eine Verschwörung anfühlen, nicht wie ein Deck aus dem Steam-Sale.
Ich bin wegen der slawischen Folklore gekommen und wegen der Atmosphäre geblieben. Man ist eine junge Hexe mit einem schwarzen Buch, einem Dorf in der Nähe, und Dämonen, Kikimoren und Untote unterhalten sich, als wären sie schon immer dort gewesen – eine großartige slawische Fantasy-Atmosphäre. In den Kämpfen geht es nicht um „Synergieeffekte“, sondern eher darum, einen Zauberspruch laut aufzusagen: eine Karte, ein Wort, eine Konsequenz. Zwischen den Kämpfen ist das Gameplay sogar noch besser: die Hütte, der Weg, die Entscheidung, wen man rettet und welchen bösen Geist man täuscht.
Systematisch ist es eher schlicht. Das Deck lässt sich einfach zusammenstellen, manche Kämpfe wiederholen sich, und die moralischen Entscheidungen sind manchmal zu offensichtlich. Aber die Atmosphäre ist dicht und einzigartig. Die Musik, die Sprache, die alltäglichen Details – alles trägt dazu bei, dass man das Gefühl hat, es handle sich hier nicht um ein „russisches Deckbuilding-Spiel im westlichen Gewand“, sondern um eine lokale Geschichte, die einfach in die Karten eingebettet ist.
Es ist kein Meisterwerk des Genres wie Slay the Spire. Mir ist aber etwas anderes viel wichtiger: Nach einem Abend mit Black Book möchte man nicht nach einem neuen Deck suchen, sondern lieber in der Hütte sitzen und noch einmal lesen, was einem die bösen Geister zugeflüstert haben. Wer Folklore liebt und sich nicht vor Texten scheut, findet hier ein sehr warmes, geheimnisvolles und gemütliches Spiel.
Black Book — редкая колодостроительная игра, в которой карты ощущаются заговором, а не колодой с Steam-распродажи.
Я зашёл за славянским фольклором и остался из‑за тона. Ты — молодая ведьма, у тебя чёрная книга, деревня рядом, а бесы, кикиморы и живые мертвецы разговаривают так, будто всегда тут жили — отличная атмосфера славянского фентези. Бои — это не «набери синергию», а будто читаешь заклинание вслух: карта, слово, последствие. Между драками игра вообще лучше: изба, дорога, выбор, кого спасти и какую нечисть обмануть.
Системно она скромная. Колода собирается прямолинейно, часть боёв повторяется, а моральный выбор иногда слишком подписывает себя сам. Зато атмосфера плотная и своя. Музыка, язык, бытовые детали — всё работает на ощущение, что это не «русская обложка на западный декбилдер», а местная история, которую просто посадили в карты.
Не шедевр жанра вроде Slay the Spire. Для меня важнее другое: после вечера в Black Book хочется не искать новый билд, а ещё посидеть в избе и перечитать, что тебе нашептала нечисть. Если любите фольклор и не боитесь текста — очень тёплая, злая и домашняя игра.