Monster Hunter Outlanders bringt die Monsterjagd auf Smartphones. Doch schon zu Beginn wirft das Spiel Neulingen acht Waffentypen, zwei Steuerungsmodi, die Rekrutierung von Abenteurern und mehrere Fortschrittssysteme entgegen. Sich da erst einmal zurechtzufinden, ist nicht leicht. In diesem Guide haben wir ein paar Tipps zusammengestellt, die Ihnen den Einstieg in die ersten Spielstunden erleichtern sollen.
So starten Sie und welche Smartphones das Spiel ausführen können
Monster Hunter Outlanders ist am 29. Oktober 2026 als Free-to-play-Spiel für iOS und Android erschienen. Für ein angenehmes Spielerlebnis empfehlen die Entwickler ein iPhone 13 Pro oder ein Smartphone mit Snapdragon 8 Gen 2 und 8 GB RAM. Das Spiel läuft allerdings sogar auf einem iPhone 8 Plus oder einem Android-Smartphone mit Snapdragon 835 und 4 GB RAM. Bedenken Sie, dass es auf Android rund 16 GB und auf dem iPhone rund 20 GB Speicherplatz benötigt.
Die Leistung hängt von der Hardware Ihres Smartphones und den gewählten Einstellungen ab. Auf einem Mittelklassegerät sollten Sie daher am besten mit niedriger Grafikqualität beginnen. Es gibt keine Einstellungen, die für alle gleichermaßen geeignet sind. Öffnen Sie also gleich nach der Installation die Grafikoptionen. Wird Ihr Smartphone heiß, begrenzen Sie die Bildrate und reduzieren Sie die Qualität von Schatten und Texturen. Das verbessert in der Regel die FPS.
Charaktererstellung und Schwierigkeitsgrad
Bei der Charaktererstellung wählen Sie kein Geschlecht, sondern einen von zwei Körpertypen: Typ 1 oder Typ 2. Anschließend entscheiden Sie sich für einen Schwierigkeitsgrad:
- Casual ist für alle gedacht, die sich einfach entspannen und in ihrer Freizeit riesige Drachen vermöbeln wollen;
- Standard richtet sich an Veteranen der Reihe, die bereit sind, die Bewegungen der Monster selbst zu lesen.
Ihr erster Kampf beginnt fast sofort und führt Sie gegen einen großen Drachen. Er greift langsam an und lässt Ihnen reichlich Gelegenheit für Treffer. Das Ganze ist also eher ein Tutorial als ein richtiger Kampf. Danach erreichen Sie die erste Siedlung, wo Sie andere Spieler treffen können.
Welchen Steuerungsmodus sollten Sie wählen
Das Spiel bietet zwei Steuerungsmodi, zwischen denen Sie jederzeit in den Einstellungen wechseln können.
Der Abenteuermodus vereinfacht den Kampf auf drei Haupttasten:
- Angriff führt normale Angriffe und Kombos aus;
- Reaktion lässt Sie Angriffen eines Monsters ausweichen oder sie abwehren;
- Ausbruch entfesselt mächtige Angriffe mit hohem Schaden.
Sie müssen das Monster weiterhin beobachten und im richtigen Moment reagieren, aber es sind weniger Tasten nötig. Dieser Modus ist praktisch, wenn Sie sich noch an das Spiel gewöhnen oder wiederholt dieselben Monster für Materialien jagen.
Der klassische Modus orientiert sich stärker an den Hauptspielen. Jeder Angriff und jede Waffenaktion hat eine eigene Taste. Außerdem gibt es separate Tasten für die ultimativen Angriffe Ihrer Teammitglieder und die Fähigkeiten Ihrer Begleiter. Es gibt mehr zu drücken, dafür haben Sie bei der Jagd die volle Kontrolle.
Auch ein paar weniger offensichtliche Kniffe gibt es. Wischen Sie beim Laufen nach oben in Richtung des Sprint-Symbols, beginnt Ihre Figur automatisch zu rennen. So kommen Sie deutlich leichter über die Karte. Für den aufgeladenen Angriff des Hammers genügt außerdem ein kurzes Tippen auf die Taste, statt sie gedrückt zu halten. So lässt sich ein perfektes Ausweichen leichter timen.
Das Spiel unterstützt auch Controller. Sie können einen wie bei jedem Smartphone per Bluetooth verbinden. Halten Sie bei einem PlayStation-Controller beispielsweise die PS- und die Share-Taste gedrückt. Mit einem Controller spielt sich das Spiel spürbar komfortabler, auch wenn Sie bei bestimmten Tutorials weiterhin den Bildschirm antippen müssen.
Egal, für welchen Modus Sie sich entscheiden: Nehmen Sie sich etwas Zeit auf dem Trainingsgelände. Probieren Sie Angriffe und Ausweichmanöver aus und bekommen Sie ein Gefühl dafür, wie sich Ihre Waffe spielt.
Welche Waffe sollten Einsteiger wählen
Zum Start gibt es acht Waffentypen. Weitere sollen mit künftigen Updates folgen:
- Langschwert: große Reichweite, eine Geisteranzeige und gut getimte Konterangriffe;
- Bogen: Fernkampf, Beweglichkeit, aufgeladene Schüsse und Beschichtungen mit besonderen Pfeileffekten;
- Großschwert: langsame, aufgeladene Hiebe, die bei richtigem Timing enormen Schaden verursachen;
- Doppelklingen: hohes Tempo, Beweglichkeit und unerbittlicher Druck auf das Monster;
- Lanze: eine defensive Waffe mit Blocken, gleichmäßigen Stichen und Kontern;
- Schweres Bogengewehr: hoher Fernkampfschaden. Sie müssen jedoch die Munition im Blick behalten und Ihren Schusswinkel sorgfältig wählen;
- Hammer: eine stumpfe Waffe, die Monster betäubt und Gelegenheiten für weitere Angriffe schafft;
- Morphaxt: eine der kompliziertesten Waffen. Sie wechselt zwischen Schwert- und Axtmodus, speichert Ladungen in Phialen und nutzt ihren Schild, um Angriffe abzuwehren.
Ihre Hauptfigur kann frei zwischen allen Waffentypen wechseln. Zu Beginn ist es jedoch besser, sich für eine Waffe zu entscheiden und ihr Timing, die richtige Positionierung sowie ihre Stärken und Schwächen gegen verschiedene Monster kennenzulernen. So verteilen Sie Ihre Aufwertungsmaterialien nicht zu dünn. Eine andere Waffe können Sie später ausprobieren, sobald Sie den allgemeinen Rhythmus der Jagd verinnerlicht haben.
Übrigens funktionieren die Waffen nicht ganz so wie in den Hauptspielen. Jeder Waffentyp erhält einen Bonus für perfektes Ausweichen oder perfektes Blocken. Nach einem erfolgreichen Ausweichmanöver kann das Großschwert zum Beispiel direkt einen aufgeladenen Angriff ausführen.
Ihre Hauptfigur und rekrutierte Abenteurer
Ihre Hauptfigur ist nicht die einzige Jägerin oder der einzige Jäger im Team. Über die Rekrutierung, ein Lotteriesystem mit Spielwährung, können Sie auch andere Abenteurer erhalten. Anders als Ihre Hauptfigur ist jeder rekrutierte Abenteurer an einen Waffentyp gebunden, verfügt aber über einzigartige Aktionen. Pepper verwendet beispielsweise ein schweres Bogengewehr und kann lange in der Luft bleiben, während sie das Monster mit Schüssen eindeckt.
Abenteurer gehören zu einer von drei Rollen:
- Angriffs-Abenteurer verursachen den Großteil des Schadens und setzen das Monster unter Druck;
- Störer schwächen Monster und behindern ihre Angriffe;
- Support-Abenteurer heilen und unterstützen das Team.
Zu Beginn sollten Sie lieber ein ausgewogenes Team zusammenstellen, statt alle Plätze mit derselben Rolle zu besetzen. Mindestens ein Support-Abenteurer verringert das Risiko, bei einer Jagd zu scheitern, erheblich.
Wichtig ist: Bei der Rekrutierung erhalten Sie Abenteurer und Begleiter, keine Waffen oder Rüstungen. Ausrüstung wird aus Materialien hergestellt, die Sie bei der Jagd verdienen. Aufwertungsmaterialien gibt es allerdings auch in kostenpflichtigen Paketen. Für die ersten Spielstunden reicht das kostenlose Team des Spiels aus. Selbst wenn Sie nur Ihre Hauptfigur aufwerten, können Sie die Jagden problemlos abschließen. Bei einigen Events gibt es doppelte Exemplare besonders seltener SSR-Abenteurer, und ein weiteres können Sie über eine Gilde erhalten.
Auch Begleiter helfen bei der Jagd. Neben den bekannten Palicos führt das Spiel neue kleine Kreaturen ein. Sie lenken Monster ab und helfen bei kleineren Aufgaben – es lohnt sich also immer, sie mitzunehmen.
So schließen Sie Jagden ab
Die goldene Regel bleibt unverändert: Lernen Sie, das Monster zu lesen. Die Stärke Ihres Teams spielt eine Rolle, aber das Verhalten eines Monsters zu kennen, kann noch wichtiger sein. Wenn Sie seine Bewegungen aus früheren Spielen kennen, können Sie zum Beispiel einen Anjanath mit sechs Sternen auch mit etwas mehr als der Hälfte der empfohlenen Stärke besiegen.
Im Kampf sollten Sie Folgendes beachten:
- Achten Sie auf die leuchtenden Warnsignale vor Monsterangriffen. So können Sie Ihre Ausweichmanöver besser timen;
- Behalten Sie Ihre Ausdauer im Auge. Ohne sie können Sie weder rennen noch ausweichen;
- Nutzen Sie die Zielerfassung, besonders gegen strahlende Monster, deren Schwachstellen sich von denen normaler Exemplare unterscheiden;
- Zerstören Sie Körperteile des Monsters. Dadurch verbessern sich Qualität und Menge Ihrer Beute, auch bei seltenen Materialien;
- Sparen Sie nicht mit Heiltränken. Sonst kann Ihre Figur kampfunfähig werden und Sie müssen die Jagd von vorn beginnen.
Wie in World und Wilds können Sie auch beim Laufen Tränke trinken. Heilen macht Sie also nicht mehr schutzlos. Die Jagden sind deutlich kürzer als in der Hauptreihe: Je nach Quest beträgt das Zeitlimit sechs bis zehn statt der üblichen 50 Minuten, doch die meisten Kämpfe dauern nur wenige Minuten.
Ausrüstung und Abenteurer aufwerten
Der zentrale Fortschrittskreislauf ist klassisches Monster Hunter: Materialien sammeln, Waffen und Rüstungen herstellen und anschließend aufwerten. Sammeln Sie unterwegs alles ein, was Ihnen begegnet – Kräuter, Erz, Knochen und andere Ressourcen –, denn Sie brauchen es zum Herstellen. Für Ausrüstung sind weniger Materialien nötig als in den Hauptspielen. Sie müssen also nicht stundenlang dasselbe Monster jagen.
Nach einer Jagd sollten Sie Ihre Ausrüstung in dieser Reihenfolge aufwerten:
- Verbessern Sie zuerst Ihre Hauptwaffe, denn mehr Schaden beschleunigt jede weitere Jagd;
- Werten Sie anschließend eine Rüstung auf, die zu Ihrem Spielstil oder dem Monster passt, das Sie gerade farmen;
- Stimmen Sie Ihre Waffe auf die Schwächen des Monsters ab. Nehmen Sie beispielsweise eine Donnerwaffe gegen ein Monster, das anfällig für Blitz ist;
Verschwenden Sie keine seltenen Materialien auf Ausrüstung niedriger Stufen. Stellen Sie nur her, was Sie gerade brauchen.
Neben Ausrüstung haben Abenteurer auch Stufen, Gravuren, Einsichten, Erscheinungsbilder und Begleiter. Es gibt zahlreiche Systeme, und gerade am Anfang ist schwer zu wissen, in was Sie Ihre Ressourcen investieren sollten. Der Fortschritts-Guide hilft Ihnen dabei: Er zeigt, was Sie verbessern können, um Ihre Gesamtstärke zu erhöhen. Beachten Sie, dass manche Ressourcen für diese Systeme durch Energie begrenzt sind.
Manchmal kommt die Geschichte bei Quests zum Stillstand, die Sie auffordern, „Ihre Stärke zu erhöhen“. Um sie schneller abzuschließen, sollten Sie tägliche und wöchentliche Aufgaben nicht auslassen. Sie sind die zuverlässigste kostenlose Quelle für Ressourcen. Steigern Sie außerdem weiter die Stufe Ihrer Abenteurer, erhöhen Sie Ihren Ökologie-Rang und verdienen Sie Meisterschaftsnachweise. Diese Systeme hängen zusammen und schalten schwierigere Inhalte frei.
Für das Farmen bestimmter Materialien gibt es einige nützliche Hilfsmittel:
- Bei der Freien Jagd wählen Sie ein bestimmtes Monster aus und farmen in Ihrem eigenen Tempo die benötigten Teile;
- Der Forschungsführer zeigt, welche Körperteile eines Monsters die gesuchten Materialien abwerfen;
- Wenn Sie ein Monster fangen, erhalten Sie mehr Beute, als wenn Sie es töten;
- Mit Fusion erhalten Sie Materialien von kleinen Monstern im Austausch gegen Forschungspunkte. Die Anzahl der Käufe ist jedoch pro Woche begrenzt.
Sie können auch in offenen Gebieten auf die Jagd gehen. Das kommt der Hauptreihe näher: Ein geschwächtes Monster kann fliehen, und manchmal mischen sich andere Kreaturen in den Kampf ein.
Lohnt es sich, echtes Geld auszugeben
Eine der wichtigsten Fragen für Mobile-Spieler. In Monster Hunter Outlanders sind Jagd und Herstellung komplett kostenlos. Käufe mit echtem Geld beschleunigen den Fortschritt und gewähren zusätzliche Rekrutierungsversuche. Outfits wirken sich nicht auf die Kampfstärke aus – wegen ihrer Werte müssen Sie sie also nicht kaufen.
Wählen Sie den richtigen Server, bevor Sie Ihre Figur erstellen. Die internationale Version bietet Server für Europa, Nordamerika und Japan. Wenn Sie mit Freunden spielen möchten, sollten Sie sich vorher auf eine Region einigen. Figuren lassen sich nicht zwischen regionalen Servern übertragen, und Sie können kein Team mit Spielern aus einer anderen Region bilden.
Falls Sie Banner für die Rekrutierung nutzen möchten, funktioniert die Garantie bei einem Banner mit einem hervorgehobenen Abenteurer folgendermaßen:
- Innerhalb von 90 Ziehungen ist ein Abenteurer der höchsten Seltenheitsstufe garantiert. Die Chance, dass es der hervorgehobene Abenteurer ist, liegt jedoch nur bei 50 %;
- Spätestens bei der 120. Ziehung ist der hervorgehobene Abenteurer garantiert. Diese Garantie gilt jedoch nur einmal pro Banner und wird nicht auf das nächste übertragen;
- Der Zähler für die 90-Ziehungen-Garantie wird zwischen diesen Bannern übertragen.
Wenn Sie zum ersten Mal den Monatspass kaufen, können Sie einen von drei Abenteurern der höchsten Seltenheitsstufe auswählen. Außerdem lassen sich Abenteurer mit Tickets verbessern, die Sie bei täglichen Aktivitäten verdienen, statt dafür nur doppelte Exemplare zu benötigen. Sie können Ihr Team also auch kostenlos verstärken – es dauert lediglich länger.
Darüber hinaus haben die Entwickler nach dem zweiten Betatest separate Banner für Begleiter entfernt und kostenlose Möglichkeiten eingeführt, sie zu erhalten. Begleiter können weiterhin in bestimmten Abenteurer-Bannern auftauchen oder durch das Spielen verdient werden, etwa als Belohnung bei saisonalen Events und über Tauschmöglichkeiten. Rekrutierungsverträge gibt es für Quests oder gegen Rutacoin, eine Währung, die Sie einfach durchs Spielen verdienen können.
Einsteiger sollten mit dem Anfängerbanner beginnen. Es garantiert bereits innerhalb von 50 Ziehungen einen Abenteurer der höchsten Seltenheitsstufe, und die Ziehungen kosten weniger. Außerdem ist bei jeweils zehn Ziehungen auf jedem Banner ein SR-Abenteurer garantiert – eine Seltenheitsstufe unter der höchsten.
Im Spiel gibt es kein PvP, Käufe verschaffen Ihnen also keinen Vorteil gegenüber anderen Spielern. Geld beschleunigt lediglich den Fortschritt: Ein mächtiger rekrutierter Abenteurer erleichtert die ersten Jagden, aber auch mit dem kostenlosen Team kommen Sie problemlos ans Ziel.
Alles in allem ist Monster Hunter Outlanders einsteigerfreundlicher als die Hauptspiele, ohne den Nervenkitzel der Jagd einzubüßen. Entscheiden Sie sich für eine Waffe, lernen Sie das Verhalten der Monster kennen und lassen Sie Ihre täglichen Aufgaben nicht aus. Waidmannsheil!





