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Intel könnte aufrüstbare RAM in zukünftigen Laptops abschaffen

Intel könnte aufrüstbare RAM in zukünftigen Laptops abschaffen

Arkadiy Andrienko

Sieht so aus, als würde Intel sein Experiment mit On-Package-Speicher intensivieren und es von ultraportablen Laptops in leistungsstarke mobile Workstations verlagern. Der Fahrplan des Unternehmens hat eine neue Familie von Prozessoren mit dem Codenamen Razor Lake-AX enthüllt. Das Hauptmerkmal dieser Chips ist die Platzierung von LPDDR6-Speicher direkt auf dem gleichen Substrat wie der CPU-Dies.

Der monolithische Ansatz anstelle von SO-DIMM ist für Intel nicht ganz neu. Ingenieure haben einen ähnlichen Ansatz bereits zuvor bei Lunar Lake (Core Ultra 200V) verwendet, indem sie bis zu 32 GB LPDDR5X-8533 direkt auf das Paket gelötet haben, aber Razor Lake-AX zielt auf eine andere Klasse von Geräten ab. Während Lunar Lake Ultrabook-Herstellern half, zusätzliche Millimeter Dicke und Wattverbrauch zu sparen, wurde die AX-Version entwickelt, um Engpässe bei der Speicherbandbreite für leistungsstarke integrierte Grafiken und KI-Beschleuniger zu lösen.

Two memory chips soldered directly above the processor
Zwei Speicherchips, die direkt über dem Prozessor gelötet sind

Nach ersten Informationen ist die Razor Lake-Plattform im Allgemeinen eine optimierte Evolution von Nova Lake und wird voraussichtlich 2027 auf den Markt kommen. Sie wird leistungsstarke Kerne auf der Griffin Cove-Architektur und energieeffiziente Golden Eagle-Kerne bieten. Die AX-Version ist jedoch ein späteres Produkt (auf eine Veröffentlichung im Jahr 2028 verschoben) und wird wahrscheinlich Grafiken der nächsten Generation erhalten — entweder die endgültige Revision von Xe3P (Celestial) oder eine frühe Version von Xe4 (Druid). Um eine so stromhungrige GPU zu versorgen, ist der Wechsel zu LPDDR6 nahezu unerlässlich.

Der Leak erwähnt auch die potenzielle Nutzung von Intels eigener Z-Angle Memory (ZAM), obwohl das vorerst nur Spekulation ist. Der Hauptfokus liegt auf dem branchenüblichen LPDDR6. Der Wechsel zu On-Package-Speicher birgt klare Risiken sowohl für den Anbieter als auch für die Verbraucher. Erstens sinken Reparierbarkeit und Konfigurationsflexibilität auf null. Käufer müssen ihre RAM-Kapazität (wahrscheinlich 32, 64 GB oder mehr) zum Zeitpunkt des Kaufs wählen, ohne später die Möglichkeit eines Upgrades zu haben.

Here you won’t be able to add more RAM by just popping in another stick
Hier können Sie nicht einfach mehr RAM hinzufügen, indem Sie einen weiteren Riegel einsetzen

Das gesagt, sind die architektonischen Vorteile offensichtlich: geringere Latenz, bessere Energieeffizienz und eine signifikante Reduzierung des Platzbedarfs auf der Hauptplatine. Für Systemintegratoren bedeutet dies, dass sie kompaktere und kühler laufende Systeme ohne eine diskrete GPU im unteren und mittleren Preissegment bauen können. Razor Lake-AX wird voraussichtlich eine Nische schaffen, in der nicht nur AMD aktiv konkurriert, sondern auch Apple mit seinen M-Serie-Chips, die schon lange einen einheitlichen Speicher auf dem Paket verwenden. Intel muss jetzt beweisen, dass seine Lösung besser skalierbar ist als die Konkurrenz und x86-Anwendungen in einer vertrauten Umgebung ohne Kompatibilitätsprobleme oder das Stottern der Instruktionsübersetzung liefert.

Kann Intel mit festem, nicht aufrüstbarem Speicher einen ausreichenden Leistungszuwachs bieten, um die Nutzer über das Fehlen von Upgrades hinwegsehen zu lassen, oder schätzt der mobile Markt die Konfigurationsflexibilität immer noch zu sehr? Teilen Sie Ihre Gedanken in den Kommentaren mit.

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